Streekermoor Die Spielgeräte auf dem ehemaligen Spielplatz am Pappelweg sind seit mehr als einem Jahr abmontiert. Hier, auf dem 602 Quadratmeter großen Gelände, soll nun ein Biotop für Pflanzen, Insekten, Vogel- und Amphibienwelt entstehen. Der Beginn der Umbauarbeiten werde kurzfristig erfolgen, meldet die Verwaltung, und bis Ende Juni 2019 abgeschlossen sein.

Kinder längst erwachsen

Der Spielplatz an der Pappelallee existierte mehr als 30 Jahre lang. Doch die Kinder, die hier gespielt haben, sind längst erwachsen und weggezogen. 2017 kam die Gemeinde zu dem Ergebnis, dass die Spielplatznutzungszahlen zu gering sind und es außerdem ausreichend und schnell erreichbare Alternativen in der Nähe gibt.. Naturschutzbund (Nabu), Ratsfraktionen und Bürgermeister wurden sich schnell einig, dass die Lücke nicht zu Bauland wird, sondern als Naturerlebnisgebiet aufgewertet werden solle. Im Oktober 2018 wurde seitens der NBank ein Förderbescheid für die Umgestaltung genehmigt (Fördersumme: 18 222,53 Euro). Das Geld kommt aus einem Förderprogramm des Niedersächsischen Umweltministeriums, das das Programm „Förderung der biologischen Vielfalt in Städten und Dörfern“ für 2017 und 2018 aufgelegt hatte.

Geplant ist ein Rundgang, der einen zwei Meter breiten barrierefreien Zugang und das Durchqueren der eingezäunten Fläche ermöglicht. Der Großteil der Bäume – darunter ein Walnussbaum und mehrere Linden – soll erhalten bleiben. Neu angepflanzte Sträucher, zum Teil auch mit essbaren Früchten, bilden die Grundlage für einen Naschgarten der außerdem alten Obstbäumen (Apfel, Birne, Kirschpflaume) Platz gibt.

Der Nabu stellt laut Helmuth Koopmann seine Blumenmischung „Hatter Bienenweide“ für eine Wildblumenwiese zur Verfügung, hilft bei der Planung eines Insektenhotels und bestückt das Gelände mit Nistkästen für Vögel und Fledermäuse. Teil des Projektes sind auch ein Sandmagerbiotop mit Feldsteinen und Wildstauden unter Bäumen und am Wegesrand. Ein naturnah gestalteter Teich mit flachen Uferböschungen soll Amphibien einen idealen Lebensraum geben. Eine Wildbienennisthilfe bietet Insekten ein Quartier. Gleiches gilt für einen Hummelkasten.

QR-Code führt zum Nabu

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Für Besucher gibt es Sitzbänke mit Tischen zur Erholung und zum Beobachten der Tiere und Pflanzen. Eine Hinweistafel mit Fotos und Erklärungen – mit QR-Code zur Verlinkung zur entsprechenden Website des Nabu Hatten – ist geplant. Ein Schaukasten informiert über die Früchte und Blätter der Bäume und Sträucher auf dem Gelände.

Bürgermeister Christian Pundts Fazit: „Wir schaffen hier ein naturnahes Lebensraummosaik mit hoher heimischer Pflanzen- und Tiervielfalt. Zugleich ist der attraktive Garten auf Besucher ausgerichtet und trägt zur Umweltbildung bei.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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