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GANDERKESEE /LANDKREIS /DELMENHORST Die addierte Bilanzsumme blieb mit 1,105 Milliarden Euro nahezu konstant. Für dieses Jahr wird der 40 000. Kunde angestrebt.

Von Markus Minten GANDERKESEE/LANDKREIS/DELMENHORST - Die sechs in der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken Delmenhorst/Oldenburg-Land zusammengeschlossenen Geldinstitute blicken auf ein „ganz zufriedenstellendes Jahr 2005“ zurück. Die Entwicklung sei geprägt gewesen durch „ein verhaltenes Wachstum bei den Einlagen und eine gute Entwicklung im Kreditgeschäft“, wie die Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Rolf-Lothar Klawonn und Jürgen von Seggern, gestern in Ganderkesee ausführten.

Während von Seggern von einer „Stabilisierung des Marktes“ sprach, sieht Jürgen Kikker (Volksbank Ganderkesee-Hude) noch „keine hohe Bereitschaft zu gewerblichen Investitionen“. Und für Heinz-Harold Kleen ist „die Stimmung besser als die tatsächliche Lage“. Auch für 2006 erwartet der Vorstand der Raiffeisenbank Hatten-Wardenburg keine Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in der Region. Die Genossenschaftsbanken selbst seien „ein verlässlicher Arbeitgeber“, betonte von Seggern. „Kündigungs- und Straffungsprogramme“ seien nicht geplant.

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, betonte von Seggern auch den „nicht unerheblichen Zuwachs bei Investmentfonds und Zertifikaten“. Auch die Vermittlung von Kreditgeschäften sei, so Klawonn, zu einem starken Standbein geworden. Vermehrt in Anspruch genommen worden seien „private Konsumfinanzierungen“. Von Seggern wies auch auf den Stellenwert von Beratungen hin: „Es gibt eine nicht unerhebliche Gefahr, dass sich der ein oder andere übernimmt.“ Für den privaten Wohnungsbau erwartet von Seggern wegen der Abschaffung von Eigenheimzulage und Erhöhung der Mehrwertsteuer „einen abgestuften Effekt von 2005 bis 2007“.

Ungebrochen sei das Wachstum beim Online-Banking. Die Zahl der Konten nähere sich den 20 000. In diesem Zusammenhang wiesen die Vorstände erneut auf Betrugsversuche hin, wobei zumeist per E-Mail die zur Sicherung des Kontos benötigten PIN- und TAN-Nummern ausgespäht würden.

Die Genossenschaftsbanken würden auch künftig der Region eng verbunden bleiben, hieß es. Gemeinsam streben die sechs Banken in diesem Jahr das 40 000. Mitglied an. Bei rund 200 000 Einwohnern im Landkreis und der Stadt Delmenhorst sei somit jeder fünfte Bewohner Mitglied einer der Banken.

Meldungen über vom Mittelstand häufig beklagte Kreditverweigerungen widersprachen die Vorstände. „Die Latte an Bonitätsanforderungen liegt heute nicht höher als vor 20 Jahren“, meinte Kikker. Allerdings werde „heute mehr hinter die Maßnahme geschaut“. Viele Unternehmen hätten ihre Hausaufgaben gemacht. Durch die Diskussionen um Basel II sei das Verhältnis gewerblicher Kunde und Bank transparenter geworden, betonte Kleen. Der Vorwurf, regionale Banken drehten dem Mittelstand den Hahn zu, sei oftmals nichts anderes als eine Schutzbehauptung. Gerade kleinen Betrieben fehle oft einfach das kaufmännische Wissen. Diese sollten sich vor größeren Investitionen bei ihren Kammern beraten lassen.

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Leichtes Plus bei den Einlagen

Die sechs Banken der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Delmenhorst und Oldenburg-Land verbuchten im Jahr 2005 Einlagen in Höhe von 781 Millionen Euro (plus 0,14 Prozent). Auch die Bilanzsumme blieb mit 1,105 Milliarden Euro nahezu konstant (minus 0,8 Prozent). Das Wachstum im Kreditgeschäft lag bei 1,88 Prozent, besonders nachgefragt waren Kredite mit langfristigen Finanzierungen (+ 5 Prozent). Die Dividende beträgt je nach Bank 5 bzw. 5,25 Prozent. Die sechs Banken beschäftigen zusammen 462 Mitarbeiter, davon sind 44 Auszubildende.

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