Stenum Der Ortsverein und Heimatverein Schierbrok-Stenum hat seit Montag keinen 1. Vorsitzenden mehr: Amtsinhaber Hans-Jürgen Hespe ist nach 14 Jahren zurückgetreten, wie sein Stellvertreter Fritz Gillerke am Montagabend während der Jahreshauptversammlung im Hotel Backenköhlern mitteilte. Hespe konnte seinen plötzlichen Schritt den Mitgliedern nicht selber erklären, da er sich im Urlaub befindet.

„Das kam zu diesem Zeitpunkt überraschend“, gab Gillerke im Gespräch mit der NWZ zu. „Wir haben zwar schon länger intern darüber gesprochen, aber die Entscheidung ist jetzt kurzfristig gefallen“. Reguläre Vorstandswahlen stehen beim Orts- und Heimatverein erst bei der Jahreshauptversammlung 2019 wieder an.

Hans-Jürgen Hespe, der auch für die FDP im Gemeinderat sitzt, habe sich in dieser Doppelfunktion zunehmend unwohl gefühlt, erklärte Gillerke. Die Positionen, die er als Ratsherr zu vertreten hat, seien mit denen des Orts- und Heimatvereins nicht immer deckungsgleich. Die jüngste Ratsentscheidung zu der von vielen Schierbrokern und Stenumern gewünschten Tempo-30-Zone auf dem Trendelbuscher Weg, bei der Hespe sich wie seine Fraktionskollegen von der FDP enthalten hatte, sei aber nicht der Auslöser für den Rücktritt des Vorsitzenden gewesen, sagte Gillerke auf Nachfrage.

Unstimmigkeiten im Vorstand habe es jedenfalls nicht gegeben, betonte der stellvertretende Vorsitzende. „Wir haben immer gut zusammengearbeitet.“ Nun müsse die Arbeit von Hans-Jürgen Hespe auf andere Schultern verteilt werden. Zum Vorstand gehören noch der zweite stellvertretende Vorsitzende Bernd-Dieter Alfs, Kassenwart Helmut Kühling und Schriftwartin Heidemarie Broda. Sie wollen sich nach Ostern mit dem Beirat zusammensetzen und überlegen, wie die Vorstandsarbeit bis zur nächsten Jahreshauptversammlung zu bewältigen ist.

Zu Gast bei der Jahreshauptversammlung war auch Bürgermeisterin Alice Gerken, die über aktuelle Pläne und Entwicklungen für Schierbrok und Stenum informierte. Sie griff das seit Jahren diskutierte Thema der unbefestigten Wege auf und wies auf den Wegfall der Anliegerbeiträge bei Straßensanierungen hin. Beim Erstausbau allerdings werden die Anwohner weiterhin zur Kasse gebeten – und dafür sind in den nächsten Jahren der Brookweg in Schierbrok und der Philosophenweg in Stenum vorgesehen.

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Noch in diesem Jahr sollen der Forstweg und der Bremer Weg mit einer doppelten Bitumenschicht befestigt werden, damit Schlaglöcher, Pfützen und sommerliche Staubentwicklung auf diesen beiden unbefestigten Straßen endlich ein Ende haben. Schließlich wies Gerken noch auf die Bürgerversammlung zu den neuen Baugebieten in Schierbrok und Altengraben hin: Am kommenden Dienstag, 27. März, ab 19 Uhr wird im Rathaus in Ganderkesee über die Bebauungspläne informiert.

Ein weiteres Thema, das Schierbroker und Stenumer beschäftigt, ist die bevorstehende Ausweisung des Stenumer Holzes als Naturschutzgebiet. Dazu äußerte sich am Montagabend Eva-Maria Langfermann, Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege beim Landkreis Oldenburg. Sie zerstreute die Sorgen vor allzugroßen Einschränkungen für die Waldbesucher und wies darauf hin, dass auch forstwirtschaftliche Arbeiten weiterhin stattfinden müssten.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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