SANDKRUG Erneut muss die Oldenburger Staatsanwaltschaft in den Streit in der TSG Hatten-Sandkrug eingreifen.

Der Vorsitzende Jens Büsselmann wirft den Kassenprüfern Hajo Woelke, Volker Kasig, Wilfried Knieling und Gerhard Menke üble Nachrede vor. Außerdem hätten diese der Mitgliederversammlung am 15. Juni 2011 verschwiegen, dass die Gemeinnützigkeit der TSG durch Abrechnungsmodalitäten der Sandkruger Schleife in Gefahr sei. Er habe in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Deren Sprecherin Dr. Carolin Castagna bestätigte am Dienstag den Eingang einer Anzeige.

Geprüft werde zurzeit nur, ob ein Anfangsverdacht für üble Nachrede vorliege, Hinweise auf weitere Tatbestände fänden sich in dem Anschreiben nicht. Zusätzlich eingereichte Unterlagen müssten noch geprüft werden.

Büsselmanns Vorwürfe bezüglich der Sandkruger Schleife beziehen sich auf eine pauschale Zahlung von 250 Euro, die der frühere zweite Vorsitzende Dieter Mimkes erhalten hatte. Diese Pauschale decke Unkosten wie Fahrt- und Telefonkosten, die bei der Organisation der Schleife im Jahr 2011 anfielen, erklärte Mimkes am Dienstag.

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Das werde seit der ersten Sandkruger Schleife, einer Laufveranstaltung mit jeweils mehr als 1000 Teilnehmern, so gehandhabt. Im übrigen sei der vergleichbare Vorgang aus der Schleife 2010 bereits in einem früheren Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Gegenstand gewesen und damals als vereinsüblich bezeichnet und nicht beanstandet worden.

Auf diesen Umstand weist auch Kassenprüfer Wilfried Knieling stellvertretend für seine Kollegen in einer Stellungnahme hin. Darin weisen die Kassenprüfer die Vorwürfe zurück und erklären: „Jens Büsselmann verfolgt die Taktik, mit immer neuen Vorwürfen gegen seine Kritiker, wie zum Beispiel Jürgen Lakeberg, eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit dem TOP ,Abwahl des ersten Vorsitzenden...’ zu verhindern.“ Büsselmann versuche zudem, die Glaubwürdigkeit der Rechnungsprüfer zu erschüttern, indem er pauschal von der Einleitung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen spreche, heißt es weiter. Der Vorsitzende wolle sich damit – und über die Absage von Mitgliederversammlungen und Sitzungen des erweiterten Vorstandes – über die Zeit retten und eine Entscheidung bis zur regulären Mitgliederversammlung verzögern.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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