Wildeshausen /Landkreis Der Landkreis Oldenburg will dazu beitragen, die Lebensumstände von Wild- und Honigbienen zu verbessern. Aber wie? Bei der Sitzung des Kreis-Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschusses am Dienstagabend im Kreishaus gab es viele Ideen – vom Schaffen eines Schau-Gartens mit nektarreichen Pflanzen über die kostenfreie Abgabe von Sträuchern bis zum Verkrauten-Lassen von Flächen. Jetzt soll die Kreisverwaltung die Ideen bündeln – und ein Konzept zum Schutz der Hautflügler entwickeln.

Anlass für die Ideensammlung war ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion. Sie hatte angeregt, der Landkreis solle sich in die vielfältigen Initiativen zum Erhalt der Bienen einklinken. Und er solle mit eigenen Aktionen deutlich machen, dass die Hautflügler bedroht seien und was das in der Konsequenz bedeute. „Wir haben in den letzten 20 Jahren 80 Prozent unserer Insekten verloren“, mahnte Axel Brammer.

Die Kreisverwaltung hatte daraufhin aufgelistet, wo der Landkreis bereits unterstützend tätig sei. Darüber hinaus bat sie das Beraternetz Hautflügler im Landkreis Oldenburg, den BUND und den Nabu, ihre Arbeit zum Schutz der Bienen bei der Fachausschusssitzung vorzustellen.

Wenn es um den Schutz der Bienen geht, dann „ist der Siedlungsbereich nicht das Problem“, stellte Dr. Wulf Carius (BUND) klar. Es gelte, auf den Außenbereich zu schauen. Uwe Endesfelder (Beraternetz Hautflügler) sagte, es gebe zu wenig Blühpflanzen im Außenbereich – und zwar insbesondere nach der Rapsblüte. Früher habe es an Ackerrändern deutlich mehr Mohn-und Kornblumen gegeben.

Carius bestätigte das. Unter anderem durch den Einsatz von Herbiziden entstehe für Bienen ein „Sommerloch“. Es fehle an nektarreichen Pflanzen zwischen Ende Mai und August.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Carius ging auch auf das Fehlen geeigneter Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten ein. Straßenränder würden „gemäht, gemäht, gemäht. Irgendwann haben wir englischen Rasen“, kritisierte er.

Zuvor hatte Endesfelder von den Einsätzen des Beraternetzes am Beispiel des Jahres 2016 berichtet. Das Netz wird tätig, wenn es, zum Beispiel durch Wespen- oder Hornissennester, bei Bürgern zu Ängsten kommt. Carius stellte das BUND-Wildbienenprojekt auf dem Hof Wendbüdel (bei Klein Henstedt) vor, Kristin Böhm vom Nabu das Projekt „Plan Bee: Wildbienen in der Stadt“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.