Logistik ist eine Boombranche. Zwei Autobahnen in der Nähe – da sollte etwas vom großen Kuchen auf dem Ex-Fliegerhorst in Ahlhorn landen können. Doch mehr als sechs Jahre nach der Übernahme der 307 Hektar durch die Flugplatz GmbH – inzwischen die Metropolpark GmbH (unter dem Dach der Bunte-Gruppe) – hat sich nichts bewegt in diesem Bereich. Jetzt kommt die Metropolpark Hansalinie GmbH auf die (naheliegende) Idee, sich eine renommierte Beraterfirma aus der Branche an ihre Seite und die Gemeinde mit ins Boot zu holen.

Das wirft Fragen auf, die aber im Finanzausschuss der Gemeinde überraschenderweise niemand stellte. Wieso beantragt der Metropolpark eine Wirtschaftsförderung von 10 000 Euro für ein Gutachten zum Gesamtpreis von 33 750 Euro? Beim Millionenprojekt Metropolpark bedarf es plötzlich dieser kleinen Summe aus dem Rathaus als Zeichen der „gelebten Partnerschaft“?

Natürlich ist die Gemeinde an weiteren Ansiedlungen in Ahlhorn interessiert, nicht zuletzt mit Blick auf die Gewerbesteuer. Aber es ist die ureigenste Aufgabe einer Firma, zur Vermarktung ihrer Flächen selbst notwendiges Fachwissen und Kontakte an Land zu ziehen.

Der Metropolpark hat sich bisher nicht als sonderlich partnerschaftlich erwiesen, sondern immer wieder die Gutsherrenart bevorzugt – wie aber nur hinter vorgehaltener Hand zu hören ist. Beim Angebot an Kreis und Land zum Thema Flüchtlingsunterkünfte war (und ist) das seit kurzem öffentlich zu verfolgen.

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Ob 10 000 Euro als vorgezogenes „Weihnachtsgeschenk“ (O-Ton Michael Feiner) das richtige Zeichen sind, den Metropolpark zu einem kooperativeren Arbeitsstil zu bewegen, ist die Frage. Vielmehr wäre es am Unternehmen gewesen, diesmal wie gehabt einen Alleingang zu starten, das überschaubar teure Gutachten voll zu finanzieren und dann die Gemeinde an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. Das wäre ein Zeichen „gelebter Partnerschaft“ gewesen.

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