AHLHORN „Der Vogel steht noch“, betonte der zweite Vorsitzende des Schützenvereins Ahlhorn, Thomas Rott, in Vertretung für den Vorsitzenden Wolfgang Heiliger während der Bekanntgabe des neuen Königshauses auf dem Schießstand am Sportzentrum in Ahlhorn. „Ich bin nun 54 Jahre im Verein“, sagte dazu auch Gerold Brömstrup am Samstagabend. „Bislang hat es immer einen König gegeben, das kenne ich gar nicht anders.“ In diesem Jahr aber wird der Verein ohne Schützenkönig auskommen müssen.

Zehn Schützen hatten auf den Vogel gezielt. Doch keiner hat es geschafft, ihn von der Stange zu holen. „Wir haben uns deshalb entschlossen, nur dem Kinder- und dem Jugendkönig die Ehre zu erweisen“, erklärte dazu auch Uwe Runge vom Vorstand.

Tatsächlich gab es vor vielen Jahren schon einmal eine ähnliche Situation. Damals sei der König erst an einem Montag ermittelt worden, weil der Vogel nicht fallen wollte, so Runge. Auf diese tagelange Prozedur wollte sich der Vorstand in diesem Jahr aber nicht einlassen. Alt-König Christian Kloppich hat daher keinen Nachfolger. Aus der Not machte der Vorstand eine Tugend: Statt des neuen Königs mit Adjutanten erfuhren die Damenbeste und der Herrenbeste mehr Aufmerksamkeit: Annemarie Runge schaffte vor Rita Müller und Ingrid Spielberger das beste Schießergebnis. Bei den Herren stand am Ende Arthur Schmidt vor Uwe Runge und Christoph Schmidt bei dem extra ausgetragenen Scheiben-Schießen an vorderster Stelle.

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Neuer Jugendkönig ist Lars Hermann. Seine Adjutanten heißen Sina-Sarah Rott und Markus Knetschke. Kinderkönig ist Alexander Dobrunz. Erster Adjutant konnte Sascha Freye und zweiter Steffen Dobrunz werden.

Den Schülerpokal gewann Sina-Sarah Rott. Der Juniorenpokal ging an Markus Knetschke und beim Lichtpunkt-Schießen stand Robin Drude als bester Schütze dar.

Das beliebte Schießen um den Zug-Pokal konnte in diesem Jahr die Mannschaft Zug-Süd (südlicher Teil Ahlhorns) mit 440,2 Ringen vor Zug-Nord (439,2) für sich entscheiden. Ludwig Spielberger (Zug-Süd) war mit 48,4 Ringen vor Christoph Schmidt (47,4) bester Schütze. Im Zug-Nord zielte Nils Hermann (48,9) vor Günther Schaa (47,0) am genauesten.

Den Vereinspokal gewann Christoph Schmidt mit 39 Ringen. Beim Gutschein-Schießen gewann Schmidt außerdem mit 59 Ringen vor Anita Freuer (51). Das eigentliche Schützenfest findet in drei Wochen statt.

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