SANDKRUG Thorsten und Anke Groothoff aus Streekermoor räumen die ersten Kartons aus. Ziemlich spät, wie es scheint, denn an den anderen Ständen des Sandkruger Ausflugs- und Flohmarktes auf dem Auvers-le-Hamon-Platz tummeln sich bereits die ersten Kunden, immer auf der Suche nach den schönsten Schnäppchen. So auch der 16-jährige Dominique Bollmann aus Hatterwüsting. „Bislang habe ich noch nichts Passendes gefunden“, sagt er. „Allerdings suche ich auch gar nichts Bestimmtes – es muss mir spontan etwas gefallen.“

Mittlerweile ist es 8 Uhr und Groothoffs haben ihren Stand vollständig aufgebaut. Von Büchern, über Spiele und CDs bis hin zu Geschirr und alten Erbstücken, bei den Streekermoorern ist „alles zu finden, was ein Fünf-Personen-Haushalt zu bieten hat.“ Da freut sich ein Kind über das neue Bilderbuch genauso wie ein Ehepaar über die erstandenen Gläser für den verdienten Schluck Wein am Feierabend.

Ein kurzer Blick in den Himmel gegen 10 Uhr lässt Erleichterung bei dem Ehepaar aufkommen: „Bei diesem Wetter kann das Feilschen noch bis 17 Uhr weitergehen.“ Doch zunächst heißt es noch fehlende Sachen von zu Hause holen, sich etwas zu Essen besorgen und vor allem sich um den jüngsten Sohn zu kümmern. Ein ewiges Hin und Her – zum Glück hält Thorsten Groothoff stets die Stellung.

Um elf ist es Zeit für die Organisatoren Willi Tappe und Manfred Speer eine Zwischenbilanz zu ziehen: „Wie immer ist der Markt gut besucht; die Leute wissen die schöne Umgebung und das große Angebot zu schätzen.“

Den Groothoffs gefällt vor allem „die familiäre Atmosphäre“. Man kennt die anderen Standbesitzer und natürlich auch viele Kunden. „Wir sehen gern bekannte Gesichter.“

Zu diesen gehört wohl auch die Wildeshauserin Froukje Koopen, die sich seit sieben Jahren nahezu jeden Monat auf den Weg nach Sandkrug macht, um „Kleidung für mich und meine Kinder zu kaufen. Ich gehe immer mit vollen Taschen nach Hause", sagt sie.

Bummeln, Schmökern, Schnäppchen Jagen, – auch den vielen anderen Besuchern schien ihr Ausflug auf den Flohmarkt gut zu gefallen. Doch irgendwann macht die Suche nach Kostbarkeiten hungrig. Zwei Imbisswagen konnten bei diesem Problem Abhilfe schaffen und boten gleichzeitig einen Treffpunkt, von dem man auch die Kinder auf dem Karussell beobachten konnte.

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Um 17 Uhr tritt Familie Groothoff allmählich den Heimweg an, denn zu dieser Zeit endet ihr „Freizeitvergnügen“, wie auch für den Rest der Standbesitzer.

Für einen Monat gilt es nun, die Schmuckstücke wieder einzupacken und den übrigen Abend entspannt, mit einem Stück Pizza in der Hand, vor dem Fernseher zu verbringen.

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