Sandkrug Vor etwas mehr als einem Monat ist das Volksbegehren für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen offiziell eingeleitet worden. In einer ersten, sechs Monate langen Phase müssen nach Angaben der Landeswahlleiterin Ulrike Sachs 25 000 Unterschriften zusammenkommen. In Sandkrug starten am kommenden Samstag, 20. Juni, lokale Vertreter der Initiative mit dem Sammeln von Unterstützerstimmen.

Helmuth Koopmann, Wolfgang Riemer (beide Nabu Hatten) und Martin Vollmer (Imker) gehören zu den Aktiven, die in der Zeit von 9 bis 13 Uhr auf dem Auvers-le-Hamon-Platz in Sandkrug auf Bürger warten, die zum Gelingen des Volksbegehrens beitragen wollen. „Es wird höchste Zeit für Änderungen“, sagt Vollmer – und nicht nur darin sind sich die Männer einig.

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Ziel der außerparlamentarischen Initiative sind ein besserer Erhalt und Schutz der Vielfalt der Natur und ihrer Arten. Erreicht werden soll dies durch Änderungen in drei bestehenden Gesetzen: dem Niedersächsischen Wassergesetz, dem Niedersächsischen Waldgesetz und dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz. Konkret gefordert wird unter anderem,  dass bis 2025 mindestens zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden (bis 2030: mindestens 20 Prozent);  dass das Versiedeln neuer Flächen bis 2030 auf maximal 3 Hektar pro Tag zurückgefahren wird (bis 2050 auf Null);  dass die Tierhaltung auf zwei oder weniger Großvieheinheiten pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche reduziert wird; außerdem Erhalt und Erweitern von Gehölzstreifen, sowie das Verbot von Pestiziden in geschützten Gebieten.

Alle abgegebenen Stimmen zählen auch für die zweite Phase, in der rund 610 000 Unterschriften erforderlich sind. „Wenn alles klappt, wird der Bürger zum Gesetzgeber“, so Wolfgang Riemer.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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