Sandkrug Sechs Wochen können eine lange Zeit sein, wenn man auf etwas wartet. Solange war das Hatter Büfett wegen der Corona-Epidemie zu einer Zwangspause gezwungen. Die beiden Frauen mit russischem Akzent, die an diesem Freitagnachmittag um 14 Uhr als erste die provisorische Ausgabestelle des Hatter Büfetts betreten, sagen nicht viel, aber die Dankbarkeit für das wiedergekehrte Lebensmittelangebot ist ihnen trotz Mund-Nase-Maske im Gesicht anzumerken.

Seit vier Wochen gibt es nun eine Alternative, gar nicht weit von den eigenen Räumen des Vereins entfernt. Denn die sind unter dem Gesichtspunkt des Mindestabstandhaltens und Kontaktvermeidens einfach zu eng. Bis auf weiteres dient das Foyer des Hauses der Evangelischen Freien Gemeinde Sandkrug, Ludwig-Erhard-Straße 2, als neue Ausgabestelle. Große Tische sorgen dafür, dass bei der Lebensmittelausgabe ausreichend Abstand herrscht. Wolfgang Asche, Vorsitzender des Hatter Büfetts, und Mitglied der Evangelischen Freien Gemeinde Sandkrug, hatte offiziell bei seinen Nachfolgern als Gemeindeälteste, Olaf Boer und Gregor Holtrup, um Hilfe gebeten – und die wurde von der Glaubensgemeinde gewährt.

25 Haushalte versorgt das Büfett derzeit mit frischen Lebensmitteln und länger haltbarer Regalware. „Das ist momentan nur etwa die Hälfte als zu Zeiten vor der Corona-Krise“, sagt Asche. Da alle bisherigen Nutzer einen Informationsbrief aus dem Rathaus erhalten haben, kann nur spekuliert werden, dass womöglich mancher der Büfett-Kunden Bedenken hat, einzukaufen.

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Die ehrenamtlichen Helfer des Hatter Büfetts – insgesamt drei Dreier-Teams, die durch zusätzliche Fahrer unterstützt werden – tun jedenfalls alles, was in ihrer Macht steht. Jeden Freitagmittag werden große Tische im Foyer aufgebaut, sämtliche Türen in die anderen Räume des Gemeindehauses durch Flatterband abgesperrt. Immer nur einer der Kunden darf das Foyer betreten und an der Kasse seinen Beitrag (1 Euro) zahlen.

Die Lebensmittelausgabe ist auf maximal zwei Personen zur selben Zeit beschränkt. Ein Hinterausgang des Gemeindehauses dient als Ausgang. Wenn das Hatter Büfett freitags um 17 Uhr wieder schließt, ist die Arbeit der Helfer noch längst nicht vorbei. Tische müssen desinfiziert und weggetragen werden, die länger haltbare Ware wieder in das Lager geräumt werden. „Wir haben deutlich mehr Aufwand als früher“, gibt Wolfgang Asche zu. Aber die Reaktion der Kundschaft bestätigt jedes Mal aufs Neue, dass die Entscheidung wieder zu öffnen, die richtige war.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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