Sage Spaten und Schippen, hohe Gummistiefel und dicke, warme Jacken: Die Helfer des Projektes „Saumbiotope fördern – Bodenbrüter unterstützen“ waren am Freitagvormittag bestens ausgerüstet, als sie sich daran machten, kleine Baumsetzlinge in den Boden zu bringen. Und dann kam sogar die Sonne heraus. „Das habe ich extra so bestellt. Toll, dass so viele gekommen sind, um uns zu helfen“, freute sich Antje Reimann von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems.

Sie hatte die Aktion gemeinsam mit dem Hegering Ahlhorn, der Jagd Sage, der Gemeinde Großenkneten sowie weiteren Vertretern aus Naturschutz und Landwirtschaft im Rahmen der Veranstaltungsreihe „25 Jahre Naturschutzstiftung – 25 Aktionen“ mitorganisiert.

„Durch die intensive Ackernutzung und die immer größer werdende Gerätschaften werden Randstreifen schmaler und weniger, das führt zu Problemen bei sogenannten Bodenbrütern, aber auch bei Insekten“, weiß Reimann. Als Bodenbrüter werden zum Beispiel Fasane, Kiebitze und Rebhühner eingeordnet.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Im Rahmen der Aktion wurden jetzt standortheimische Sträucher als Hecke neu gepflanzt. „Wir haben die Bepflanzung des mehrjährigen Blühstreifens so ausgewählt, dass von Frühjahr bis in den Spätsommer immer etwas blüht“, ergänzte Reimann. Eingepflanzt wurden also unter anderem Weiden, Schlehen, schwarzer Holunder und Rosen. „So finden Insekten immer Nahrung und brütende Arten Schutz vor Räubern“, so Reimann. Michael Feiner, der Vorsitzende des Kuratoriums der Naturschutzstiftung, ergänzte: „Es müssen bei diesem Thema einfach alle zusammenarbeiten: Landwirte, Jäger, die Gemeinde und auch die Bürger.“ Es sei nicht nur wichtig, Arten zu erhalten und zu schützen, sondern auch eingewanderte, gefährliche Arten zu erkennen. „An vielen Wegesrändern hier nahe der Autobahn wächst seit einiger Zeit das südafrikanische Greiskraut. Es wird verdächtigt, auch Bienen zu vergiften“, so Feiner. Es gelte, sich zu informieren und achtsam zu sein.

Thorsten Schmidtke, Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, bedankte sich für den Einsatz aller Beteiligten und sagte zu, dass über weitere Blühstreifen beratschlagt werde. „Man kann gar nicht genug tun, um die Umwelt, Pflanzen und die Insekten zu schützen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.