Hude Mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der fürs nächste Jahr angekündigten Modernisierung der Bahnsteiganlagen erhalten der Huder Bahnhof und sein Umfeld ein frisches Gesicht. Und doch bleibt die Erinnerung an den alten Huder Bahnhof, dessen 1988 abgerissenes Empfangsgebäude einst zu den schönsten und größten in Norddeutschland zählte, erhalten. So hat die von den Hobbyastronomen Hartmut Langetepe und Günter Alfs konstruierte Sonnenuhr auch auf dem „neuen“ Bahnhofsplatz ihren Standort gefunden. Der Schattenstab, der die Zeit angibt, wurde aus einer Säule aus der Überdachung des alten Huder Bahnhofs gestaltet. Weitere Säulen stehen im Garten des Hauses Lencer an der Parkstraße.

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Und es gibt weitere Erinnerungsstücke aus der Blütezeit des Bahnhofs – die liegen indes eingemottet im gleichzeitig als Fahrradunterstand genutzten Schuppen hinter dem Huder Rathaus. Die Rede ist von den Holzbalken des im Fachwerkhaus-Stil erbauten früheren Stellwerkes an der Georgstraße. Das schmucke Gebäude war um 1909 entstanden. Nach der Schließung des Bahnüberganges Georg- straße wurde es 1980 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Damals gab es den Gedanken, die Holzständer an einem passenden Platz für einen Wiederaufbau zu verwenden. Daher wurde beschlossen, das Material vorerst einzulagern. „Eine Verwendungsmöglichkeit, die wirtschaftlich vertretbar gewesen wäre, hat sich leider nicht gefunden“, erklärt Wolfgang Martens, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Martin Gerdes-Röben von der (mittlerweile aufgelösten) Aktionsgemeinschaft für Hude (AGfH) bedauert, dass eine neue Nutzung „ein bisschen verschludert“ worden sei. Viele Bürger hätten sich damals eine Verwendung beim Bau der überdachten Fahrradstellplätze am Bahnhof gewünscht.

Doch daraus wurde nichts: Das Fachwerk-Holz des Stellwerks landete zunächst beim Bauhof der Gemeinde in Lintel. Im Jahr 2010, als der Bauhof zum Zweckverband „Kommunalservice Nordwest“ fusionierte und auch das Betriebsgelände auf das neue Gebilde übertragen wurde, wurden die Holzständer umgelagert. Sie warten jetzt im Rathaus-Schuppen auf eine Verwendung.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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