VIELSTEDT VIELSTEDT/SP - Zum Tanz unter der Erntekrone versammelten sich am Sonnabend auf der Diele des alten Vielstedter Bauernhauses zahlreiche Besucher des gemeinsam vom Ortslandvolkverband Hude/Vielstedt und der Landjugend Sandersfeld veranstalteten Ernteballs. In seiner Begrüßung meinte Landvolk-Vorsitzender Heino Rippen, man feiere Erntedank, um einen Moment innezuhalten und über „unser aller Alltagsleben intensiv nachzudenken“.

Für ein farbenprächtiges und dekoratives Bild hatten in diesem Jahr die Landvolk-Mitglieder aus dem Bereich Kirchkimmen gesorgt. Sie hatten das Flett des Bauernhauses mit Blumen und Früchten aus Feld und Garten geschmückt. Das Binden der Erntekrone hatte die Sandersfelder Landjugend übernommen. Schon Ende Juli, so war vom Vorsitzenden Frank Tönjes zu erfahren, hatten sich eine Mitglieder ans Werk gemacht, um ein paar Garben Hafer, Roggen, Weizen und Gerste zu mähen.

Das Erntefest bezeichnete Rippen als traditionellen Abschluss der Erntezeit mit einem Dank für die Ernte und für den Ertrag eines Jahres, der das satte Überwintern sichern möge. Der Sommer habe wieder gezeigt, wie sehr die Menschen, trotz allen Fortschrittes, von der Natur abhängig seien. „Das, was uns die Natur vorschreibt, können wir als unabänderlich akzeptieren“.

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Wie Rippen weiter ausführte, sei Ernten und dabei auch zwangsläufig satt werden nicht selbstverständlich auf der Welt. Dabei sei Reichtum auf der einen und Armut und Hunger auf der anderen Seite nicht überwiegend von der Natur vorgegeben. Reichtum und Elend seien ein von Menschen verantwortetes Verteilungsproblem. Rippen sprach weiter vom Anspruch auf Gerechtigkeit, beispielsweise bei der gerechten Entlohnung für Arbeit und Ernte.

Auf das 50-jährige Bestehen der Landjugend Sandersfeld eingehend sagte der Landvolk-Vorsitzende, in dieser Gruppe werde die Integration aller Menschen im ländlichen Raum groß geschrieben. Die Landjugend habe es als eine der ersten Organisationen geschafft, alle Jugendlichen aktiv mit ihrem vielschichtigen Programm anzusprechen. Ein Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Landjugend sei in der Beteiligung und Akzeptanz junger Frauen zu sehen. Nach so vielen lobenden Worten sorgte DJ Maik Köhler mit seiner Musik für ein stimmungsvolles Tanzvergnügen.

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