Bürstel /Immer „Das wird ziemlich eng“, ahnt Werner Wachtendorf, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer, mit Blick auf den engen Zeitplan. 90 Minuten bleiben der Dorfgemeinschaft am Donnerstag, um der Jury beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die vielen Schönheiten des Doppeldorfes zu zeigen. Damit nichts unter den Tisch fällt, hat das Team um Wachtendorf einen reich bebilderten Katalog gedruckt.

Wettbewerb„Unser Dorfhat Zukunft“

Die Bereisung der Kreiskommission startet an diesem Mittwoch in Sandhatten (Gemeinde Hatten). Nächste Station ist Sandkrug. Nach dem Mittagessen sieht sich die Gruppe die Ortschaften Westerholt und Hundsmühlen (beide Gemeinde Wardenburg) an.

Am Donnerstag ist die Kommission zu Gast in Bürstel-Immer und in Falkenburg. Zum Abschluss sind die Huder Ortsteile Hurrel und Lintel an der Reihe, ehe im Kreishaus Bilanz gezogen wird.

Der Kommission gehören an: Eva-Maria Langfermann (Baudezernentin im Kreishaus), Werner Wulf (Vertreter der SPD-Fraktion), Christa Plate (Vertreterin der CDU-Fraktion), Eckehard Hautau (Vertreter der FDP-Fraktion), Hilko Finke (Vertreter der Grünen), Talke Gristede (Vertreterin der Landwirtschaftskammer), Dr. Michael Brandt (Vertreter der Oldenburgischen Landschaft), Patricia Bonney (Vertreterin des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen, LGLN), Heide Behrens (Vertreterin des Kreislandfrauenverbands) und Bernd Lögering (Vertreter der Naturschutzstiftung).

Bis zu vier Dörfer können für den Vorentscheid auf Landesebene weitergemeldet werden.

Bürstel-Immer hat bei dem Wettbewerb viel Erfahrung gesammelt. „Allein auf Kreisebene haben wir 14-mal mitgemacht“, sagt Wachtendorf, der am Montagabend mit seinem Vorstandsteam erneut zusammensitzt, um letzte Details zu besprechen. Auf die Frage nach dem wichtigsten Punkt der lokalen Agenda muss das Team nicht lange überlegen: das große Miteinander. Das rege Vereinsleben trage dazu bei, den Zusammenhalt zu erhalten und Neubürger zu integrieren.

Bei Verbesserungen für die Dörfer arbeiten die Bewohner mit großem Einsatzwillen zusammen – sei es bei der Sanierung von Buswartehäusern oder dem Umbau von Schieß- und Turnhalle. Der naturnahe und lebensfrohe Spielplatz wurde von Spielgeräte-Designer Günter Beltzig auf seiner Tour durch die Gemeinde als „einer der besten“ gelobt. „Ein Ort für Abenteurer und Träumer“, sagte Beltzig, der im Vorjahr im Auftrag der NWZ unterwegs war. 

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Bei der Bereisung am Donnerstag startet die Gruppe am denkmalgeschützten Speicher in Bürstel. Dort bleiben – laut Plan – gerade einmal zwei Minuten. Es folgt die Hofanlage Lüschen mit Stall, Backhaus und Längsscheune. Anschließend vorgesehen sind, laut Zeitplan, der Hof Schwarting, der Speicher im Fladder und das Pflegeheim „Haus am Wald“ in Immer. Dort dreht der Bus, um die Bewertungskommission an der Gaststätte Witte abzusetzen.

Im Herzen von Immer können sich die Gäste den Dorfplatz, den naturnahen Spielplatz und die erweiterte Schießhalle ansehen. Einen Eindruck vom regen Vereinsleben erhalten sie auch in der renovierten Turnhalle. Zu Fuß geht es vom Spielplatz zur früheren Molkerei. Dort steigt die Jury in den Bus, um zum Ende der Tour im Melkhus der Familie Fortmann einzukehren.

Thema der Bereisung werden auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit sein. Zu sehen sind Biogasanlagen, von deren Abwärme unter anderem das „Haus am Wald“ profitiert. Neun Betriebe sichern 136 Arbeitsplätze. Hinzu kommen 17 landwirtschaftliche Voll- und Nebenerwerbsbetriebe. Für die Pflege öffentlicher Plätze wurden Patenschaften vergeben. Wachtendorfs Team sieht dem Besuch optimistisch entgegen. Nur das Wetter muss mitspielen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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