Westrittrum Einen Massenansturm erlebt in diesen heißen Tagen der Badesee in Westrittum. Laut Pächter Jürgen Röhrke lässt sich die Zahl der Besucher nur schwer schätzen. „Bis zu 3000 Leute“, so meint er, dürften es schon sein. „Einige springen nur kurz rein und gehen wieder, andere bleiben mehrere Stunden“, erzählt Röhrke. Für den Pächter ist der große Andrang schon manchmal erschreckend. „Die Leute treten den See kaputt“, meint Röhrke. „Irgendwie ist die Kapazität ausgereizt“, sieht er Handlungsbedarf. An so heißen Tagen, wo jeder Abkühlung sucht, dürfte es aber schwer sein, den Besucherzustrom zu begrenzen.

Problematisch ist vor allen Dingen die Verkehrssituation. Der Sandweg am See, der von der Amelhauser Straße abzweigt, wird von beiden Seiten zugeparkt. Oft gibt es kein Vor und Zurück mehr. „Was ist, wenn Feuerwehr und Rettungsdienst hier durch müssen“, fragt sich Röhrke. Er favorisiert zumindest eine Einbahnstraßenregelung. Und auf der Amelhauser Straße sollte im Bereich der Einfahrt zum See im Sommer eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet werden. Hier kommt es derzeit immer wieder zu brenzligen Situationen, weil sich Autofahrer mit ihre Fahrzeugen in den Weg drängen, aber noch auf der Kreisstraße warten müssen. Auch wird an der Kreisstraße selbst geparkt. Fußgänger die Straße, auf der bis zu 100 km/h erlaubt sind. Der Landkreis als zuständige Verkehrsbehörde sehe hier bislang keinen Handlungsbedarf, berichtete Bürgermeister Thorsten Schmidtke.

Der See gehört der Gemeinde Großenkneten. Nach Überwindung vieler bürokratischer Hürden ist er seit 2007 als Badestelle ausgewiesen und mit mobilen sanitären Anlagen ausgestattet.

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Badegäste sprechen nicht ohne Grund von der „Costa del Rittrum“. Bietet der See doch mit seinem feinen Sandstrand Mittelmeer-Atmosphäre pur. Und das alles umsonst.

Die Gemeinde nimmt keinen Eintritt und keine Parkgebühren. Dafür gibt es allerdings auch keinen Wach- oder Rettungsdienst vor Ort. Das soll auch so bleiben, um die Kosten für die Kommune so niedrig wie möglich zu halten. Nähme die Gemeinde Eintritt, müsste sie auch mit hohem Aufwand den Wach- und Rettungsdienst sicherstellen. Für ihre Sicherheit und die ihrer Kinder sind die Badegäste selbst verantwortlich.

Jürgen Röhrke kümmert sich als Pächter und Betreiber der Gastronomie um die Sauberkeit am See und die Einhaltung der allgemeinen Baderegeln. Täglich um 22 Uhr ist nämlich Schluss. Auch aus Rücksicht auf die Nachbarn, wird streng auf die Einhaltung der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr geachtet. Der Aufenthalt auf dem Badesee-Areal ist in dieser Zeit grundsätzlich verboten.

Was die Sauberkeit angeht, hat Röhrke mit seinem Team in den heißen Tagen viel zu tun. Die Badeordnung besagt, dass Abfälle wie Flaschen, Gläser, Dosen und Zigarettenkippen ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Abfallbehälter stehen bereit. Jürgen Röhrke appelliert über Lautsprecher immer wieder an Besucher, den Platz so zu verlassen, wie sie ihn vorgefunden haben. Das Leute sogar kaputte Schlauchboote, Luftmatratzen und Strandmatten einfach im Sand liegen lassen, ärgert ihn.

Alle drei bis vier Tage bringt er einen großen Anhänger mit dem am Rittrumer Strand anfallenden Müll zur Deponie. Allein für die Müllentsorgung, so sagt er, bezahlt er je nach Verlauf der Saison bis zu 1000 Euro im Jahr.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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