STENUM Privatdozent Dr. Frank Hinrichs ist immer noch als Chefarzt Orthopädie auf der Homepage des Stenumer Fachkrankenhauses vermerkt – dabei ist der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie spezielle Orthopädische Chirurgie, der sich seit Oktober 2009 als designierter Nachfolger des langjährigen Ärztlichen Direktors Dr. Hans-Georg Zechel einarbeiten konnte, längst nicht mehr an Bord. Hinrichs hatte die Orthopädieklinik im Zusammenhang mit dem Ende Januar eröffneten Insolvenzverfahren verlassen.

Inzwischen ist auch Zechel nicht mehr in der Klinik – vorübergehend, wie der renommierte Mediziner gegenüber der NWZ  auf Nachfrage bestätigte. Denn der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Chirotherapie würde seinen Beruf gern weiter ausüben, „wenn ich der Klinik damit nützlich bin und sie mich braucht“. Als Ärztlicher Direktor möchte der 67-Jährige allerdings nicht mehr die medizinische Gesamtverantwortung tragen. „Die gehört in jüngere Hände“, sagte Zechel. Deshalb habe er ja seinen Nachfolger seinerzeit selbst ins Haus geholt.

Ob sein Fachwissen und seine Erfahrung auch künftig in Stenum zum Einsatz kommen, ist bislang noch offen. „Wir sind in Vertragsverhandlungen“, bestätigte Zechel. Seine Funktionen als Ärztlicher Direktor und Chefarzt hat er vor einigen Wochen im Verlauf des Insolvenzverfahrens bereits verloren.

Die „Funktion des Ärztlichen Direktors“ übt seit April nach eigenen Angaben Dr. Karsten Ritter-Lang kommissarisch aus. Der Mediziner ist dem Krankenhaus seit neun Jahren als Kooperationsarzt verbunden – und einer der drei Investoren, die die Klinik künftig in eigener Regie fortführen wollen. Das Betreiberkonzept sehe vor, den größtmöglichen Teil der Belegschaft zu übernehmen, sagte Ritter-Lang der NWZ .

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Dem Vernehmen nach hängt der angekündigte Neustart davon ab, ob die Fachklinik mit ihren 61 Betten auch in Zukunft im Bedarfsplan des Landes Niedersachsen bleibt. Dazu muss die neue Betreibergesellschaft eine Konzession beantragen.

Die Entscheidung soll am 10. Juli auf der nächsten Sitzung des Planungsausschusses fallen. Das Verfahren werde im Gesundheitsministerium „positiv begleitet“, sagte Pressesprecherin Heinke Traeger am Donnerstag auf Nachfrage.

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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