Poggenpohl Die Blüte ist ansehnlich – und Bienenfreunde sehen das Balsaminengewächs als Nahrungsquelle für ihre Honiglieferanten: Die Rede ist vom Drüsigen Springkraut. Allerdings wird die Pflanze zu einem Problem. Deswegen ist die Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen jetzt dagegen vorgegangen. Mehrere Mitglieder versammelten sich am Poggenpohlsweg. Von dort ging es gemeinsam ins Moor zu den Springkrautinseln.

Bei uns gedeiht das Drüsige Springkraut vor allem in feuchten Wäldern, Auen- und Uferlandschaften mit hohem Nährstoffgehalt. So auch im Poggenpohlsmoor in der Gemeinde Dötlingen. Allerdings hat es eine enorme Reproduktionsrate. Obwohl sie einjährig ist, breitet sie sich explosionsartig durch ihren Samenflug aus. Bei einer Größe, die durchaus auch einmal zwei Meter erreichen kann, geraten heimische Pflanzen schnell in den Hintergrund und sterben an Standorten mit dem Springkraut aus.

Nahrung für Bienen

„Hier im Poggenpohlsmoor haben wir drei ,Inseln‘ mit Balsaminengewächs. Unser heutiger Einsatz soll dazu dienen, diese zu entwerfen“, sagte Wolfgang Pohl vom Nabu.

Würden die Pflanzen vor der Blüte entfernt, können sie sich auch nicht mehr vermehren. Insofern sei dem Drüsigen Springkraut gut zu begegnen, wenn rechtzeitig vor der Blüte eingegriffen wird. Mit dem Einsatz unterstützte die Ortsgruppe die Untere Naturschutzbehörde bei ihren Bemühungen zur Pflege des Naturschutzgebiets Poggenpohlsmoor.

Wie Pohl ausführte, seien Samen des Springkrautes früher gerne in Imkervereinen zur Aussaat angeboten worden, um den Bienen im Spätsommer Nahrung zu bieten. „Doch niemand dachte an die enorme Ausbreitungskraft.“ Die Kapselfrüchte schleudern bei Erreichen der Reife schon bei geringem Druck oder bei Berührung die Samen wie kleine Schrotkugeln heraus.

Nebenbei wurde die fehlende Feuchtigkeit im Moor wegen des ausbleibenden Regens angesprochen. Auf den Nabu-eigenen Flächen seien schon bei einer anderen Aktion Birkenbäume „geringelt“ worden. Sie sterben ab, bleiben aber als wichtiger Teil für Insekten und auch Vögel noch jahrelang stehen. „Eine Birke saugt an heißen Tagen bis zu 150 Liter Wasser. Auf Dauer geht das in einem Moor nicht“, waren sich die Nabu-Mitglieder einig.

Zierpflanze

Die ursprüngliche Heimat des Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) aus der Familie der Balsaminengewächse ist der indische Subkontinent. Im 19. Jahrhundert wurde das Springkraut auch als Zierpflanze in Europa eingebürgert.

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