Sandkrug /Helsinki Ein knapper Brief des Deutschen Sportbunds in Frankfurt/Main vom 29. September hat bei den Green Spirits für Euphorie gesorgt. Abteilungsleiterin Pia Pauly schreibt darin: „Hiermit bestätigen wir, dass der TSG Hatten-Sandkrug „Green Spirits“ vom Deutschen Turnerbund zur Teilnahme an der Welt-Gymnaestrada 2015 nach Helsinki nominiert wurde, um dort Deutschland offiziell zu vertreten.“

Über die etwas ungelenke Ansprache sehen die Green Spirits, die 2005 als Teil der TSG-Turnabteilung gegründet wurden und seitdem turnerische, sportakrobatische und künstlerische Elemente in ihren Küren erfolgreich vereinen, gerne hinweg. Schließlich ist es eine einmalige Gelegenheit, die sich ihnen hier bietet. 58 Gruppen haben sich allein in Deutschland dem bundesweiten Auswahlverfahren gestellt, die Green Spirits überzeugten am Ende die Jury mit ihrer „Wie der Phönix aus der Asche“-Choreographie.

Doch diese Medaille hat auch eine Kehrseite. Der DTB nominiert zwar seine Vertreter, eine finanzielle Unterstützung gibt es dagegen nicht. Hans-Günther Speckmann vom Orga-Team der „Greenies“, wie die Sportakrobaten auch genannt werden, weiß, was auf jeden einzelnen Teilnehmer zukommt: „Alles in allem 900 Euro pro Kind kosten Flug, Unterkunft und Verpflegung.“

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Über eines herrscht bei den Verantwortlichen völlige Einigkeit. Wegen der hohen Kosten wird keiner der Sportakrobaten zuhause bleiben müssen. 36 Mädchen und 14 Erwachsene sollen nach Helsinki reisen – macht unterm Strich 45 000 Euro. Keine Kleinigkeit. „Entweder alle oder gar keiner“, lautet das Motto, unter dem die Gruppe nun nach Wegen sucht, den Eigenanteil so niedrig wie möglich zu halten. „Die Sponsorensuche läuft bereits, wir haben schon erste positive Rückmeldungen“, freut sich Pressewartin Uschi Hübner.

Zwei Väter haben sich bereits ein Dreivierteljahr vor der Weltgymnaestrada bereit erklärt, den Transport der aufwendigen Kostüme und anderer Utensilien zu übernehmen. Während die Gruppe mit Ryan Air von Bremen nach Tallinn (Estland) und von dort nach Helsinki fliegen wird, reisen die Männer etwas langsamer mit der Fähre und vielen Koffern voraus. Am mangelnden Zusammenhalt der „Greenies“ wird das Projekt sicherlich nicht scheitern.


Mehr Infos unter   www.greenspirits.info;www.wg-2015.com 
Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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