Wildeshausen /Bremen 200 wagemutige Schwimmerinnen und Schwimmer messen sich an diesem Sonnabend, 27. Juli, bei der 14. Badeinselregatta in Bremen. Auf etwa 1,80 Meter breiten aufblasbaren knallroten Badeinseln kämpfen die Teilnehmer um den Sieg auf der 1,6 Kilometer langen Strecke vom Martinianleger bis zum Café Sand.

Das Rahmenprogramm im Überblick:

Den Auftakt macht an diesem Sonnabend, 27. Juli, ab 14 Uhr ein buntes Vorprogramm an der Schlachte. Am Martinilager in Bremen können sich Besucher mit Bratwurst und Getränken stärken.

Trockenen Fußes die Weser zu überqueren, ist Ziel des Badeinsellaufes (Start um 17 Uhr). Alle für den Wettbewerb qualifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, mit Hilfe der 100 Badeinseln das andere Ufer der Weser zu erreichen. Für jede überwundene Insel gibt es als Belohnung einen Liter Bier.

Der Startschuss für die Regatta fällt um 17.30 Uhr. Direkt im Anschluss ans Rennen findet die Siegerehrung statt.

Das Abendprogramm startet um 19.30 Uhr mit Live-Musik der Grupp „umsonst & draußen“. Anschließend beginnt um 20 Uhr die Spät-Party am Café Sand. Zum Abschluss gibt es noch ein Feuerwerk.

Unter ihnen sind auch zwei Lokalmatadorinnen – Claudia Debbeler (33) und Birgit Kleineidam (35) aus Wildeshausen-Düngstrup. Trainiert werden sie vom Vorjahressieger Jens Debbeler, der zusammen mit Ulf Schönherr das Siegerpodest bestieg. Von seinen Erfahrungen profitieren die beiden Lokalmatadorinnen. „Eigentlich wollten wir gar nicht teilnehmen“, erklärt Claudia Debbeler.

Hohe Erwartungen

„Birgit hat auf der Siegesfeier von Jens und Ulf nur salopp in den Raum gerufen: ,Was die können, können wir auch’ und schon standen wir auf der Teilnahmeliste für dieses Jahr“, so Debbeler. Beim Losentscheid wurden sie schließlich ausgewählt. Eine Herausforderung für die Düngstruperinnen. „Die Erwartungen an uns sind natürlich hoch“, sagt Debbeler. „Daher ist es gut, dass wir mit unserem Cousin Jens einen erfahrenen Trainer an der Seite haben“. Seine Tipps helfen den beiden.

„Jens konnte uns sofort die Siegerpaddeltechnik zeigen, die er und Ulf lange austüfteln mussten“, so Debbeler. Außerdem hatten wir schon eine Badeinsel für das Training, während die anderen Teams noch darauf warten mussten“, ergänzt sie.

Seit dem 2. Juli fährt das Düngstruper Gespann jeden zweiten bis dritten Tag zum Westrittrumer Badesee, die Badeinsel laden sie auf einen Pferdeanhänger. „Acht Bahnen, das sind etwa 1,8 Kilometer, legen wir auf dem See jedes Mal zurück. Insgesamt kommen wir auf etwa 30 Trainingskilometer“, erklärt Debbeler. Geprobt wird in den Einheiten jedes denkbare Szenario. „Da wir nicht wissen, wie schwer die Wettbewerbsbadeinsel sein wird, proben wir immer mit einer unterschiedlich aufgeblasenen Trainingsinsel“, erklärt Debbeler.

Für das letzte Training am Mittwochabend organisierten sich die Lokalmatadorinnen auch Badewesten. „Die müssen wir in Bremen tragen, daher ist es sinnvoll, noch einmal mit ihnen zu üben“, so die 33-Jährige. Entscheidend für den Sieg sei aber vor allem die richtige Paddeltechnik. „Birgit und ich haben in etwa die gleiche Statur. Das kommt uns zugute, da die Insel bei unterschiedlich schweren Personen schneller ins Trudeln gerät“, sagt Debbeler.

Das harte Training steckt den beiden bereits in den Knochen: „Besonders der Nacken und die Hände tun weh, das geht ganz schön auf die Muskeln“, sagt Debbeler. Aber der Aufwand soll sich lohnen. „Unseren eigenen Fanclub haben wir auch dabei, den ,Düngstruper Dorphus’ mit rund 30 Mitgliedern. Sie haben extra T-Shirts gedruckt und werden uns lautstark anfeuern“, erklärt Debbeler.

Hartes Training

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Die letzten Tage vor dem Wettbewerb geht das Duo entspannt an. „Wir sind schon nervös, aber die Vorfreude überwiegt. Das letzte Training hatten wir am Mittwoch, jetzt möchten wir uns noch entspannen.“ Einen Wunsch haben die beiden Düngstruperinnen jedoch. „Rückenwind wäre natürlich schön. Gegen die Strömung zu schwimmen, ist enorm anstrengend.“ Doch letztlich steht für die beiden der Spaß im Vordergrund. „Wir haben nicht trainiert, um zu verlieren, aber unabhängig von unserer Platzierung werden wir trotzdem ausgiebig feiern“, so Debbeler.


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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