KIRCHHATTEN Die Zukunft der Ortsdurchfahrt Kirchhatten beschäftigt die Menschen, dass wurde am Dienstag bei vielen Gesprächen bei der Rollenden Redaktion der NWZ deutlich. Viele Menschen waren zum Edeka-Markt Uphoff gekommen, um dort im Gespräch mit der NWZ-Redaktion ihre Meinung zu sagen. Hauptthema: „Shared Space“. Das Verkehrskonzept, nach dem Fußgänger, Radfahrer und Autoverkehr die Straße gleichberechtigt nutzen dürfen und das ohne Verkehrsschilder auskommen soll, findet immer mehr Anhänger im Ort. Markus und Anita Klaus aus Sandkrug kommen einmal die Woche zum Einkaufen nach Kirchhatten. Markus Klaus findet das Konzept „Shared Space“ gut. „Die Lastwagen suchen sich dann hoffentlich einen anderen Weg als durch den Ort“, sagt er.

Inge Richter aus Kirchhatten wünscht sich vor allem eine Lobby für Kinder im Straßenverkehr. Für die enge Ortsdurchfahrt in Kirchhatten gebe es keine andere Lösung als „Shared Space“, ist sie überzeugt. Sie verspricht sich außerdem, dass die Menschen freundlicher und rücksichtsvoller werden, wenn sie im Verkehr gezwungen sind, gegenseitig aufeinander zu achten.

Bernd Peters aus Kirchhatten ist da skeptischer. Er hat auch den Eindruck, dass Kirchhatten ins Hintertreffen geraten ist und wünscht sich Veränderungen im Ortskern. Er hat sich allerdings den oft als Vorbild genannten Ort Bohmte bei Osnabrück angesehen, und glaubt, wichtige Unterschiede gefunden zu haben. So gebe es dort eine Umgehungsstraße, die es in Kirchhatten nicht gibt.

Dieses Argument lassen Christa Tacke und ihre Mitstreiter vom „Arbeitskreis zukunftsfähiges Kirchhatten“ nicht gelten. Tacke war gemeinsam mit Andreas Richter und Hartmut Fröling zur Rollenden Redaktion gekommen, um die Werbetrommel für das Konzept „Shared Space“ zu rühren. „Die Umgehungsstraße in Bohmte hat keine Auswirkungen auf den Verkehr im Shared Space-Gebiet“, ist Tacke überzeugt.

Trotzdem werden die Befürworter vom Arbeitskreis noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, auch andere Einwohner sind skeptisch. Anni Sonnefeld aus Sandhatten glaubt, wenn der Verkehr sich Wege um den Ort herum suche, würden darunter die ortsansässigen Geschäfte leiden. Sie findet es ansonsten „wunderschön hier zu wohnen, unter diesen einmalig netten Menschen“.

Horst Bünting aus Kirchhatten wirft in Sachen Verkehr eine andere Frage auf: Warum sollen Menschen nach Kirchhatten kommen, was hat der Ort, was andere nicht haben? Zur Steigerung der Attraktivität des Ortes wünscht er sich mehr als das neue Verkehrskonzept.

Um Verkehr geht es auch Marlies Eckert. Wie viele ihrer Nachbarn an der Dingsteder Straße stört sie sich seit langem am Lastwagenverkehr dort. Zwar sei im Jahr 2005 das Tempo auf 30 Stundenkilometer beschränkt worden, viele Lastwagenfahrer würden sich aber nicht an das Limit halten. Sie wünscht sich strenge Geschwindigkeitskontrollen.

Seit 27 Jahren ist Liesel Gatzemeyer aus dem Kreis Kusel mehrmals im Jahr auf dem Campingplatz in Kirchhatten. „Mich stört die Raserei im Ortskern“, sagt sie.

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Gern zu Besuch in Kirchhatten sind Heinz und Martha Haase aus Huntlosen. „Wir haben bei uns ja kein Geschäft, hier bekommt man alles“, sagt Martha Haase

Mit den Einkaufsmöglichkeiten und dem Freizeitwert des Ortes ist auch Iris Badge sehr zufrieden. Sie schätzt besonders das Freizeitzentrum und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Besorgt ist sie nur über die drohende Umwandlung der Grundschule Kirchhatten in eine verlässliche Grundschule. Hier erhofft sie sich die Unterstützung der örtlichen Parteien.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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