Oldenburg /Wildeshausen Bis heute nehmen viele Oldenburger es eigentlich nur ungern zur Kenntnis, dass Monse nicht mehr da ist. Die Häuser sind abgerissen, die Baulücke wieder geschlossen, aber die gute Erinnerung ist noch frisch – trotz der Schließung 2015. Monse gehörte laut „Feinschmecker“ zu den besten Metzgereien Deutschlands und hatte sich über ihren samstäglichen Eintopf Kultstatus erworben.

Tradition lebt wieder auf

Insofern ist es interessant, dass der Monse-Fleischer Helge Monse die Tradition wieder aufgegriffen hat – zunächst vor allem für die Grünkohlsaison mit Grünkohl, Pinkel, Kasseler und mehr, die er in der „Fleisch- und Wurst-Werkstatt Andreas Tonn“ in Wildeshausen fertigt und über seine Oldenburger Monse Online GmbH vertrieb und vertreibt. Schlachterei, Produktion und Versand befinden sich alle im selben Gebäude.

Inzwischen zerlegt Monse auch regionale Galloway-Rinder und Strohschweine und verkauft sie von Wildeshausen aus, dazu Würste und Schinken. Die Rinder bezieht er bei Paul Lamping in Vechta und bei Gerd Schütte in Ganderkesee. Seine Strohschweine kauft er bei Uwe Abel in Neerstedt, Jürgen Vosteen in Ganderkesee, Kurt Müller in Hesterhöge sowie Arnold Köhne und Jochen Cordes in Wardenburg.

Passend zu seinen Eintopfgerichten wie Erbsensuppe, Mockturtle, Labskaus und Grünkohl gibt es bei ihm – von ihm komplett neu aufgelegt – immer noch den Monse-Bestseller: „So kocht Renate Monse“ mit 100 Rezepten und Ideen der langjährigen Seniorchefin (heute 79), die mit Eberhard Monse 1959 in Osternburg das erste Fleischereifachgeschäft der Familie eröffnet hatte.

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Aus ganz Deutschland

Helge Monse sagt: „Ich habe mich entschlossen, den Namen Monse, der für hohe Qualität und traditionelles Fleischerhandwerk steht, in Teilen fortzuführen.“ Die Bestellungen kommen inzwischen „aus ganz Deutschland und selbst aus dem europäischen Ausland bei uns an“, sagt Helge Monse.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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