Ohe Die Schaffung eines Laich- und Aufwuchshabitats für kieslaichende Fischarten, beispielsweise Meerforellen und Neunaugen: Die stand im Fokus der 20. Aktion der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg. Zum 25-jährigen Bestehen hatte die Stiftung 25 Vorhaben angekündigt: Diese Aktion, das Habitat am Rittrumer Mühlbach in Ohe, war als nächste dran. Sie ist jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Schon Ende April war die Maßnahme umgesetzt worden. Hauptsächlich der Sportfischer Verband Weser-Ems und der Sportfischer-Verein Huntlosen sorgten für die Planung des Kiesbettes, aber auch das Umfeld als Gesamthabitat. Die Hunte-Wasseracht setzte währenddessen mit dem eigenen Bauhof die Schaffung des Laich- und Aufwuchshabitats um, wie Ira Zylka für die Hunte-Wasseracht bei der Aktionsvorstellung am Rittrumer Mühlbach erklärte.

Dort hatten sich Werner Knoop vom Sportfischer-Verband und -verein Huntlosen, Michael Feiner von der Naturschutzstiftung, Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille sowie der stellvertretende Bürgermeister Großenknetens, Hartmut Giese, neben Landpächtern und anderen Interessierten zur offiziellen Begutachtung der Aktion eingefunden.

Die Kosten für die Verbesserung des Habitats hielten sich in Grenzen: Mit unter 2000 Euro blieb die Maßnahme relativ günstig.

Auf einer Strecke von fünf bis acht Metern war durch einen gezielten Einbau eine Kiesbank eingebracht worden. Die Kiesschicht wurde über die gesamte Gewässerbreite mit einer Schichtdecke von 25 bis 30 Zentimetern aufgetragen. Werner Knoop erklärte: „Es kommt damit zur Ausbildung von einem Kolk- und einem Flachwasserbereich und damit zu einem vielgestaltigen Lebensraum. Das kommt wiederum Neunaugen und anadromen Wanderfischen wie der Meerforelle zugute.“ Insgesamt sei das Vorhaben eine Strukturverbesserung für den Rittrumer Mühlbach. Es entstünde ein sauerstoffreicher Bereich und eine Laichhilfe für die aufsteigenden Fischarten.

Damit sah auch Feiner als Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung die Umsetzung der Maßnahme als einen wichtigen Beitrag für Laichmöglichkeiten der genannten Arten. In diesem Zusammenhang regte Feiner bei den Landpächtern an, wenn möglich, die Weideeinzäunung etwa zwei Meter vom Bachbett abzurücken. Das würde dem Gesamthabitat guttun und relativ wenig Landverbrauch bedeuten.

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