LANDKREIS /AHLHORN LANDKREIS/AHLHORN - Auf keinen Fall entgehen lassen wollten sich die Piloten Frank Dittmers aus dem ammerländischen Petersfehn (38) und Markus Immig aus Bremen (29) die durch die Luftwaffe gebotene Gelegenheit, im Alhorner Hubschraubersimulator „Bell UH-1D“ Hand anzulegen.

Frank Dittmers ist Oberkommissar und fliegt sonst für die niedersächsische Polizei einen Helikopter des Typs MD-Explorer 902, während Markus Immig beruflich für die Lufthansa einen Candair-Jet durch die Lüfte steuert. Durch die Pressestelle der 4. Luftwaffendivision in Aurich, bekannt für ihre hervorragende Kontaktpflege zu anderen Behörden und Dienststellen, konnte in enger Abstimmung mit der befreundeten Ahlhorner Simulatorcrew der zweiten Staffel des Lufttransportgeschwaders 62 diese Möglichkeit noch einmal eröffnet werden.

Der Hubschraubersimulator für den Helikopter Bell UH-1D ist nunmehr schon seit rund drei Jahrzehnten auf dem Fliegerhorst Ahlhorn zuhause. Die gute alte Bell, im Jahre 1952 erstmals und eigentlich nur für den Vietnamkrieg gebaut, wird im Volksmund wegen ihrer klopfenden Geräusche auch gern „Teppichklopfer“ genannt. Der Hubschrauber ist nun schon seit Ende der 60er im Dienst der Bundesluftwaffe und wird durch eine Maschine des Typs NH 90 abgelöst.

„Auf unserem, dem übrigens einzigen Bell-Simulator in der gesamten Luftwaffe, bilden sich jährlich etwa 200 Besatzungsmitglieder weiter“, erklärte der in Cappeln wohnende Fluglehrer und „Simulator-Chef“ Hauptmann Fritz Rest. Aber das wird bald vorbei sein. Bedingt durch die politisch entschiedene Aufgabe der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes durch die Bundeswehr sind nun auch die Tage für den Simulator gezählt. Mitte diesen Jahres soll er den Betrieb einstellen.

Von seiner Fluglehrerkonsole aus kann Rest seinen Schülern in den Maschinen eine Vielzahl der unterschiedlichsten Lagen vom Triebwerksausfall bis zur Ölüberhitzung einspielen. So gab er auch seinen Gästen von Polizei und Lufthansa das ein oder andere zu bewältigende Problem vor.

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Die Flugschüler bemerken die von ihnen mit dem Steuerknüppel verursachten Bewegungen unmittelbar, da die vier Hubschrauberkanzeln jeweils auf sechs Hydraulikstelzen angebracht sind. Ganz im Gegensatz zu den Jet-Simulatoren, in denen die Flugbewegungen in den meisten Fällen lediglich visuell vermittelt werden.

„Das war für uns mal ein Eindruck der ganz anderen Art, den wir hier gewinnen konnten“, waren sich Immig und Dittmers einig, während Luftwaffenfluglehrer Rest seinen beiden „Schülern“ eine gute Handhabung des ihnen bisher vollkommen unbekannten Fluggeräts bescheinigte.

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