WILDESHAUSEN Noch zwei Tage danach war der Einzelhandel voll des Lobes über das erste so genannte „Late Night Shopping“ im Rahmen der Wildeshauser „Gruseltage“: „Es war ein Super-Erfolg“, erklärte Johannes Lenzschau, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV). Gemeinsam mit dem neuen „City-Management“ hatte der HGV die Veranstaltung organisiert. Der „Kater“ blieb aus: „Noch am Sonnabend war die Stadt wie im Rausch“, sagte Lenzschau am Sonntag.

Besonderes Lob zollte der HGV-Chef dem Spielwitz mancher Gruppen, darunter den Trommlern von Acompasso, Jazzcrash und dem Jongleur Lars Dembny, der von der NWZ engagiert worden war. Lenzschau: „Das ist gut angekommen.“ Befürchtungen, dass der Strom der Besucher gegen 22 Uhr abreißen könnte, blieben aus.

Dazu trug sicherlich auch die große Verlosungsaktion bei, die Tom Lagerpusch („Meyer & Rademacher“) und Michael Ostermann („InterDat“) für die Geschäftsleute der Huntestraße organisiert hatten. Als Sabrina Meyer kurz nach 23 Uhr in die Lostrommel griff, um die Sieger zu ermitteln, und „Vampir“ Dirk Timmermann die Losnummern per Megaphon lautstark in den Nachthimmel brüllte, war in der Huntestraße kein Durchkommen mehr. Nach Angaben der Veranstalter gingen Preise im Wert von 2500 Euro über den Tisch. Auch Kurioses war dabei, wie eine Wasserpfeife, die ein Harpstedter bekam. Wildeshausens Ortsbrandmeister Helmut Müller gewann eine Massage.

Immer, wenn ein Gewinner innerhalb einer Frist von wenigen Minuten seinen Preis nicht abholte, wurde die Nummer zerrissen, der Preis wanderte zurück in die Verlosung. „Zehn, neun, acht“, stimmte Moderator Timmermann den Countdown zum Verfall der Nummer an – und die Menge stimmte lautstark mit ein.

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Erst im dritten Anlauf gewann Beate Beth einen der Hauptpreise, einen von der Firma „InterDat“ gestifteten PC. Beim ersten Mal war der Gewinner nicht anwesend. Im zweiten Fall verweigerte der Veranstalter der vermeintlichen Siegerin, Heidi Schlagmüller, den Gewinn. Der Grund: Ihr Lebensgefährte sei für „InterDat“ tätig. „Ich bin um den Gewinn betrogen worden“, sagte Schlagmüller am Sonntag der NWZ. „Ich habe mit der Firma überhaupt nichts zu tun, sondern bin als Fluglotsin in Bremen tätig.“ Die Wildeshauserin versteht nicht, wie man an diesem Abend mit ihr umging. Ihr Sohn Björn (7) habe vor Wut die restlichen Losabschnitte weggeworfen. „Uns wurde das ganze Wochenende versaut.“ „InterDat“-Geschäftsführer Ostermann wies gegenüber der NWZ darauf hin, dass Betriebsangehörige oder deren Verwandte nicht Preise „ihrer“ Firma gewinnen konnten. So habe man auch dem Vater von Axel Grossmann den Gewinn nicht ausgehändigt. In der „Stresssituation“ des Abends habe man aber nicht

jede Konstellation bedenken können. Ostermann sagte, er habe sich bei Heidi Schillmüller „in aller Form entschuldigt“. Sie erhalte ebenfalls einen PC. Schillmüller sagte der NWZ, sie wolle den Computer der Holbeinschule stiften.

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