KIRCHHATTEN Die Mitglieder bekommen eine 5,25-prozentige Dividende ausgezahlt. Kleen übergibt eine kerngesunde Bank.

Von Stephan Onnen KIRCHHATTEN - Die Raiffeisenbank Hatten-Wardenburg geht als kerngesunder Partner in die zum 1. Januar 2007 geplante Fusion mit der Volksbank Ahlhorn-Großenkneten: „Hinter uns liegt ein gutes Geschäftsjahr 2005“, bilanzierte Vorstandsmitglied Heinz-Harold Kleen am Donnerstagabend in der Generalversammlung, die vor 163 Mitgliedern im Kirchhatter „Schützenhof“ stattfand.

Kleens Vorstandskollege Richard Oldewurtel belegte die Entwicklung mit Zahlen: Die Bilanzsumme betrug Ende des vorigen Jahres 142 Millionen Euro – das entspricht einem leichten Rückgang um 1,3 Prozent. Das Eigenkapital wuchs um 5,5 % auf rund 11 Millionen Euro an. Kunden haben der Bank 157,8 Millionen Euro anvertraut – das Anlagevolumen stieg damit um fünf Prozent. „Das ist ein großer Vertrauensbeweis“, bedankte sich Oldewurtel. Das betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 164,5 Mio. Euro.

Wie der Jahresüberschuss in Höhe von 624 000 Euro verwendet werden soll, das beschloss die Generalversammlung bei zwei Gegenstimmen: Nach einer Vorwegzuweisung zu den Rücklagen in Höhe von 300 000 Euro wird eine 5,25-prozentige Dividende auf die Geschäftsguthaben ausgezahlt – insgesamt werden wie im Vorjahr rund 58 000 Euro unter den 4575 Mitgliedern verteilt. 133 000 Euro gehen in die gesetzliche Rücklage, weitere rund 133 000 Euro werden anderen Ergebnisrücklagen zugeführt. Die Genossen erteilten Vorstand und Aufsichtsrat bei einer Gegenstimme Entlastung.

Für das laufende Geschäftsjahr äußerte sich Bankleiter Oldewurtel optimistisch: „Wir spüren eine verstärkte Investitionsneigung und Kreditnachfrage.“ Bis zum 31. August sind die Kundenforderungen um 3,1 % gestiegen, bei den Einlagen ist hingegen infolge von Umschichtungen ein Minus von 4,7 % zu verzeichnen. Die geringeren Einnahmen aus dem Zinsgeschäft sollen durch die weitere Belebung des Provisionsgeschäftes, das sich schon 2005 sehr erfreulich entwickelt hat, kompensiert werden.

Heinz-Harold Kleen gab als Ziel aus, im Markt die „Qualitätsführerschaft“ anzustreben. Er warb für die Verschmelzung mit der Volksbank Ahlhorn-Großenkneten: „Die Kunden erwarten von uns die Leistungen einer Großbank. Wenn wir dem Wandel nicht Rechnung tragen, werden die kleinen Genossenschaftsbanken die Tante-Emma-Läden von morgen sein.“ Wenn die Mitglieder im nächsten Jahr rückwirkend über die Fusion abstimmen, wird Kleen nicht mehr als Bankleiter dabei sein: Nach 27-jähriger Vorstandstätigkeit geht er am Jahresende in den Ruhestand.

Aufsichtsrat Lehmkuhl verabschiedet

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Aus dem Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Hatten-Wardenburg ist am Donnerstagabend Herbert Lehmkuhl wegen des Erreichens der Altersgrenze verabschiedet worden. Die Bankleiter Heinz-Harold Kleen, Gerd Rosenbohm und Richard Oldewurtel dankten ihm für die 34-jährige Aufsichtsratstätigkeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Begonnen hatte Lehmkuhl 1972 als 32-Jähriger im Aufsichtsrat der seinerzeit noch selbstständigen Volksbank Huntlosen, die 1998 mit der damaligen Raiffeisenbank Kirchhatten-Sandkrug fusionierte.

Wegen der anstehenden Verschmelzung mit der Volksbank Ahlhorn-Großenkneten bleibt Lehmkuhls Platz im Aufsichtsrat unbesetzt. Einstimmig in das Gremium wiedergewählt wurde der Wardenburger Harald Jürgens.

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