Havekost /Ganderkesee Ganderkesees CDU-Fraktion will angesichts der Unfälle auf der Havekoster Kreuzung nicht länger tatenlos zusehen. „Wir werden über die Gemeinde den Kreis um einem Umbau zum Kreisel bitten“, kündigte Vorsitzender Dietmar Mietrach am Montagabend bei einem Ortstermin seiner Fraktion zusammen mit dem Ortsverein Hengsterholz-Havekost an. Was die Beurteilung des neuralgischen Punktes angeht, redete der Bookholzberger Tacheles: „Für mich ist das hier ein Unfallschwerpunkt.“

Die Kreuzung der B 213 mit den Kreisstraßen 342 (Havekoster Straße) und 286 (Harpstedter Straße) war 2014 als „Unfallhäufungsstelle“ eingestuft worden. Seinerzeit war es dort im Zeitraum von drei Jahren zu fünf Unfällen mit Personenschäden gekommen, Ursache war jeweils die Verletzung der Vorfahrt. Aktuell gelte die Kreuzung aber nicht mehr als Häufungsstelle, hieß es am Dienstag von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch.

Tempo 50 angeregt

Auch in Hengsterholz soll die zentrale Kreuzung (B 213/Neustädter Straße/Riehe) sicherer werden, fordert die CDU. Karl-Heinz Meier, Vorsitzender des Ortsvereins, wies darauf hin, dass hier Kinder die schlecht einsehbare und schnell befahrene Bundesstraße queren müssten. Auch das Einbiegen von Traktoren von der Neustädter Straße in den B 213 sei ein gefährliches Unternehmen. Meier sprach sich für Tempo 50 aus. Die CDU-Fraktion will jetzt von der Verwaltung erfahren, welche Möglichkeiten es gibt. Auch eine Druckampel an der B 213 ist im Gespräch.

Die Verkehrsunfallkommission hatte bereits 2014 beschlossen, zusätzliche Stop-Schilder zu installieren. Einen Umbau zum Kreisel, wie von der UWG/FWG-Gruppe im Kreistag beantragt, lehnte im November 2014 der Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss des Kreistages ab. Zunächst wolle man abwarten, was die Stop-Schilder bringen.

Indes: Auch nach dem Anbringen der Schilder habe es an der Kreuzung wieder gekracht, allein in diesem Jahr schon „mindestens dreimal“, wie Ratsherr Günter Westermann berichtete. Die Polizeiinspektion bestätigte dies am Dienstag. Die Statistik verzeichne für 2015 bislang drei Unfälle (am 23. Februar, 12. März und 28. März). In einem Fall habe es Verletzte gegeben. Bei dem CDU-Ortstermin wurde ergänzt, dass ein vierter Unfall am 24. April hinzugekommen sei, ebenfalls mit Personenschaden.

Westermann erinnerte daran, dass die CDU 2006 schon einmal einen Vorstoß in Richtung Kreisel unternommen habe. Seither sei das Verkehrsaufkommen spürbar gestiegen. Die Alternative, die Kreuzung mit einer Vollampelanlage auszustatten, sei kein probater Weg, gab der Ratsherr aus Meierhafe zu bedenken. Denn die B 213 sei, wenn die nahen Autobahnen blockiert seien, eine Entlastungsstrecke. In solchen Fällen würden Lichtzeichenanlagen auf der Bundesstraße lange Rückstaus bescheren.

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Dietmar Mietrach sagte, dass die Gemeinde Ganderkesee selbst für den Umbau der Kreuzung zum Kreisel nicht zuständig sei, da keiner der Kreuzungsäste eine Gemeindestraße ist. Vielmehr sei der Landkreis gefragt. Aber: Denkbar sei, dass die Gemeinde bei den Planungskosten in Vorleistung geht.

Die CDU-Fraktion rechnet damit, dass ihr Vorstoß auch aus anderen Fraktionen des Ganderkeseer Gemeinderates unterstützt wird.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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