Wardenburg Mit Spannung hatten die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Entwicklung ihre jüngste Sitzung im Wardenburger Rathaus erwartet. Zum ersten Mal sollten sie erfahren, wie sich die Investorenfamilie Meyer vom Oldenburger Bauunternehmen Kuhlmann die bereits angekündigte Neugestaltung des als Gloystein’s Hof bekannten Grundstücks an der Oldenburger Straße 234 vorstellt.

Event-Fläche grenzt an

Auf der Sitzung Anfang März hatte die Ausschussmehrheit gewünscht, den Investor einzuladen, bevor der Bebauungsplan Nr. 65 Friedrichstraße/Oldenburger Straße geändert wird. Auch zahlreiche Bürger waren gekommen, um nach vielen Mutmaßungen, die um das Projekt in der Wardenburger Ortsmitte kursierten, Klarheit über die Gestalt des neuen Gebäudes und des angrenzenden Bereichs mit einer so genannten Event-Fläche zu bekommen.

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Zuvor aber gab es Kritik dazu, dass die Politik in die Planungen bislang nicht mit einbezogen wurde. Die Bauleitplanung mache immer noch die Gemeinde, betonte Eckhardt Hildebrandt (FWG). Meyer räumte ein, bislang nur mit der Verwaltung gesprochen zu haben. Auch Frank Freese (FDP) bedauerte, dass den Gremien die Planung so lange vorenthalten wurde.

Was Meyer und Lars Frerichs vom Architekturbüro „Neun Grad“ aus Oldenburg dem Ausschuss und dem Publikum in Form von Grundrissen und visualisierten Ansichten als „Neue Mitte Wardenburg“ präsentierten, war der Entwurf eines modernen Gebäudekomplexes mit einer fast durchgehenden Fensterfront im Erdgeschoss und einer ungewöhnlichen Dachkonstruktion.

Josef Wunram (CDU) hatte Bedenken wegen der Größe des Daches, war aber ansonsten von der Planung angetan. Gunda Döbken (CDU) freute sich über das Angebot an kleinen Wohnungen. Johannes Hiltner (Grüne) regte mehr Grünflächen und Fahrradstellplätze an und bezeichnete die großen Schaufenster als „Geschmackssache“. Detlef Sonnenberg (SPD) fand „es in Ordnung, dass dort etwas getan wird“ und plädierte dafür, das Gebäude entsprechend einem B-Plan zu errichten und nicht umgekehrt. Noch könne jeder Einwände einbringen. Die moderne Architektur des Baus, so empfand es das beratende Mitglied Hermann Krause, passe nicht in die Ortsmitte Wardenburgs.

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Sechs Wohnungen

Das Gebäude soll im Erdgeschoss Platz für mehrere Geschäfte bieten. Im Obergeschoss sollen sechs Wohnungen zwischen 55 bis 79 Quadratmeter entstehen. Alle Gewerbeflächen seien bereits vermietet, sagte Meyer. Ins Gebäude umziehen würden die Burg-Apotheke (Friedrichstraße), die Hausärzte Depta/Gehrke (Oldenburger Straße 250) und die Physiobalance-Praxis vom Lerchenweg. Neu in den Ort komme die Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer (Stammsitz Rastede) samt Café und Bäckerei. Der Bauantrag soll voraussichtlich Mitte Mai gestellt werden.

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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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