Großenkneten Das Ergebnis der Bürgerbefragung war eindeutig. 56,37 Prozent hatten bis zum 1. November gegen die Hähnchenschlachterei in Ahlhorn votiert. Am Montagabend folgte der Planungsausschuss einstimmig dem Bürgervotum. „Wir halten selbstverständlich Wort“, so Samuel Stoll für die CDU-FDP-Mehrheitsgruppe. Die vielen Besucher im rappelvollen Ratssaal hatten das erwartet, aber manch einer war wohl skeptisch, ob denn der Bürgerwille auch tatsächlich umgesetzt werden würde. Denn formal wäre das Ergebnis der Bürgerbefragung nicht bindend gewesen.

Bereits vor der Ausschuss-Sitzung hatte Investor Kreienborg seinen Rückzug mitgeteilt. „Am vergangenen Mittwoch hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es auf eine weitere Planung neben Heidemark verzichtet“, so Bürgermeister Thorsten Schmidtke.

Der Standort Ahlhorn ist damit jedoch für Investor Walter Kreienborg noch lange nicht vom Tisch. „Es gab erste Gespräche zwischen Kreienborg und der Metropolpark GmbH über eine eventuelle Ansiedlung auf dem Flugplatz-Gelände“, bestätigte Schmidtke einen entsprechenden NWZ -Bericht.

Konkret allerdings könne er nicht viel zu den Plänen sagen, so der Bürgermeister. „Wir haben am Mittwoch ein Gespräch mit dem Eigentümer. Anschließend werden wir die Ratsgremien informieren.“

Carsten Grallert (Unabhängige) betonte: „Das Votum der Bürger in der Gemeinde richtet sich nicht gegen den bisherigen Standort für die Hähnchenschlachterei, sondern gegen die Ansiedlung generell.“ Allerdings wisse er auch, dass es rechtlich wohl schwierig werden könnte für die Gemeinde, die Schlachterei in dem Industriegebiet zu verhindern. Ob Veränderungssperren etwas bewegen könnten, darüber wird man wohl erst diskutieren, wenn klar ist, ob Kreienborg wirklich auf den Fliegerhorst will.

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Für Uwe Behrens (KA) ist klar, dass die Bürger die Hähnchenschlachterei nicht wollen. Egal, wo sie denn stehen würde. Das Ergebnis der Befragung spreche für sich.

Anders als neben dem bisher geplanten Standort neben Heidemark könnte auf dem Flugplatz theoretisch im Zwei-Schicht-Betrieb geschlachtet werden. Dies würde eine Kapazität von bis zu 240 000 geschlachteten Hähnchen pro Tag bedeuten. Beim Standort neben Heidemark hatte der Investor stets vom Ein-Schicht-Betrieb und 120 000 Tieren gesprochen.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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