Hude Wenn draußen dicke Regentropfen auf den Asphalt klatschen und die Gehwege mit matschigem Laub bedeckt sind, erinnern sich viele Menschen gerne zurück an den Sommer. Auch Uwe Schubert, bei der Gemeinde für die Bäder zuständig, denkt zufrieden zurück an die warmen Monate: „Wenn das Wetter gut ist, dann merken wir das sofort.“ Rund 10 500 Badegäste suchten in der abgelaufenen Saison den Weg ins Naturbad an der Linteler Straße – über 3500 mehr als im vergangenen Jahr.

„Wir haben halt ein Schönwetter-Bad und sind auf einen guten Sommer angewiesen“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Schubert. Schließlich dürfen die Becken nicht beheizt werden. Beim Anbaden im Juni war das Wasser gerade mal 17,5 Grad warm – nichts für Warmduscher.

Wo in anderen Bädern dank Technik 25 Grad Wassertemperatur an der Tagesordnung sind, liegt in Hude das Maximum bei 24. Wird es wärmer, muss Frischwasser zugeführt werden, sonst droht der Beckeninhalt umzukippen.

Das ist einer der Nachteile der natürlichen Aufbereitung ohne Chlor. Doch laut Schubert überwiegen die Vorteile. „Viele Leute kommen ganz bewusst nach Hude“, sagt er. Besonders für Menschen mit empfindlicher Haut sei das Wasser, das mit seiner leicht grünlichen Farbe einige Gäste irritiert, im Naturbad ideal. „Chemiefrei kommt an.“

Scheint die Sonne, ist den meisten die Farbe des Wassers ohnehin egal. Die Sommer der Jahre 2011 und 2012 waren eher durchwachsen. So kamen 7040, beziehungsweise 6924 Besucher. Vor drei Jahren waren die drei Monate, in denen das Naturbad die Türen öffnet, warm, schon strömten 13 400 Menschen ins Bad. „Eine reine Wettergeschichte“, sagt Schubert. „Bei einem guten Sommer haben wir volles Haus, bei einem schlechten drehen die Mitarbeiter auch schon mal Däumchen.“ Dafür war von Juni bis August dieses Jahres keine Zeit.

Die guten Besucherzahlen haben laut Schubert auch etwas mit den vergleichsweise günstigen Eintrittspreisen zu tun. So kostet die Tageskarte für Erwachsene in Hude 2,50 Euro – einen Euro weniger als in Ganderkesee.

Zufrieden war Schubert nicht nur mit den nackten Zahlen. In den Sommermonaten wurde im Freibad eine Umfrage durchgeführt. Die nahezu durchgehend positiven Ergebnisse stellte Schubert jetzt im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit vor. Nachdem in diesem Jahr der Spielplatzbereich neu gestaltet wurde, sollen im kommenden einige Anregungen aus der Umfrage umgesetzt werden – auch wenn lediglich 62 Auswertungsbögen abgegeben wurden.

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Zwar seien die Umfrageergebnisse laut Schubert „nur bedingt aussagekräftig“, ein „kleiner Trend“ ließe sich dennoch ableiten. Abgefragt wurde die Meinung der Badegäste zu Themen wie der Atmosphäre, Sanitär-Anlagen, Umkleiden und Personal. „Wir liegen eigentlich überall im guten bis sehr guten Bereich“, sagt Schubert. „Wir können sehr zufrieden sein.“

Wie sich die Ergebnisse auf die Planung auswirken, weiß Schubert noch nicht genau. „Wir werden jetzt mit den Schwimmmeistern und dem Kioskbesitzer gucken, was machbar ist, und dann ganz direkt bestimmte Punkte angehen“, meint der Fachbereichsleiter.

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