GANDERKESEE Viele junge Menschen aus der Gemeinde Ganderkesee beginnen am kommenden Montag, 1. August, ihre Berufsausbildung. Einige Stellen sind noch zu besetzen, aber im Großen und Ganzen wissen die Unternehmen bereits seit längerem, wer in Zukunft bei ihnen lernt.

Beim Tischlerbetrieb Sandkuhl in Ganderkesee etwa gab es 15 Bewerber auf die zwei zu vergebenden Stellen. „So konnten wir schon vorab selektieren und uns die unserer Meinung nach fähigsten jungen Leute heraussuchen.“, erklärt Geschäftsführer Hans-Hermann Sandkuhl. „Dabei haben wir zunächst auf die schulischen Leistungen in Deutsch und Mathematik geachtet, blicken aber auch auf die Fehlzeiten. Es folgt ein Praktikum im Betrieb, um einen Eindruck von der Arbeitsweise und Gewissenhaftigkeit des Bewerbers zu bekommen.“ Sandkuhl ist sich sicher, auf diese Weise die beiden bestmöglichen Azubis für sein Unternehmen gefunden zu haben.

Weiterhin einzelne Anfragen

Einige Bewerber suchen aber momentan auch noch nach einem Ausbildungsbetrieb – und umgekehrt. „Es gibt durchaus noch Anfragen von Unternehmen und jungen Leuten.“, berichtet Sabine Burgdorf von „Zwaig“, der Zukunftswerkstatt Ausbildungsinitiative Ganderkesee. „Sie jetzt noch zu vermitteln ist natürlich schwer, die meisten Ausbildungsplätze sind schon besetzt. Hier müssten auch die Schulen ein bisschen mehr tun und die Bewerber noch intensiver vorbereiten auf den Einstieg in die Arbeitswelt, meint die „Zwaig“-Mitarbeiterin.

Rückgang bei MINT-Berufen

Wer sich nämlich jetzt erst an die Bewerbungen macht, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit zu spät. „79 Prozent der Ausbildungsverträge in unserem Bereich sind Ende Juni bereits abgeschlossen.“, erklärt Dr. Thomas Hildebrandt, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Oldenburg. „Ausbildungen zu Bürokaufleuten sind beispielsweise schon sehr gut besetzt. Hier wurden mehr Verträge als im vergangenen Jahr abgeschlossen.“ Das gelte sowohl für Ganderkesee als auch für den gesamten Kammerbezirk Oldenburg. Schwieriger zu besetzen seien hingegen Berufe aus dem MINT-Bereich. Der umfasst Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „In diesem Jahr haben wir zwölf Prozent weniger Ausbildende zum Elektrotechniker.“, so Hildebrandt.

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Nächster Jahrgang im Blick

Seine Auszubildenden beisammen hat auch das Unternehmen Starofit in Ganderkesee. Der Metallrohrproduzent konnte für die sechs zu besetzenden Lehrstellen aus einem Pool von mehr als 100 Bewerbern auswählen. „Ab August starten bei uns sechs junge Menschen ins Berufsleben. Es freut uns natürlich, dass wir die Auswahl hatten und uns die Besten heraussuchen konnten“, hieß es am Montag. Momentan laufe im Unternehmen bereits das Bewerbungsverfahren für das kommende Jahr. Meist ist nämlich schon im Dezember klar, wer acht Monate später im Betrieb anfängt.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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