Harpstedt Als Annemarie Zobel diese Geschichte hörte, musste sie einfach helfen: Über dem Familienglück von Dennis Holzmann, seiner Frau Sopaporn, einer gebürtigen Thailänderin, und ihren Kindern Daniel (4) und dem drei Monate alten Julian liegt ein dunkler Schatten. Bereits vor und während der letzten Schwangerschaft hatte die junge Mutter über Schmerzen im Rücken geklagt.

Nach der Schwangerschaft kam die fürchterliche Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine große Chance auf Heilung besteht nicht. Diese Belastung für die junge Harpstedter Familie wäre ja schon groß genug, zu allem Unglück quälen jetzt auch finanzielle Sorgen die Familie, erfuhr Annemarie Zobel von einer Cousine, deren Tochter eine ehemalige Klassenkameradin von Dennis Holzmann ist.

Der junge Mann ist für ein halbes Jahr von der Arbeit freigestellt und bekommt in dieser Zeit von der Krankenkasse 70 Prozent seines – ohnehin nicht sehr hohen – bisherigen Gehalts. Täglich fährt er seine Frau zur Chemotherapie nach Vechta. Sopaporn, so berichtet Annemarie Zobel, die Kontakt zu der Familie aufnahm, ist von der Krankheit und der Behandlung sehr geschwächt.

Und nicht nur sie braucht Pflege, auch für die Betreuung der Kinder braucht die Familie Unterstützung. Was an Geld zur Verfügung stehe, reiche einfach dafür nicht aus, berichtet die 72-jährige, die die die junge Familie nicht im Stich lassen wollte. „Wenn der Nachbar die Straße nicht fegt wird schnell gemotzt. Wichtiger finde ich, hinzusehen und zu helfen, wenn der nächste Nachbar Hilfe braucht“, sagt sie.

Bei verschiedenen öffentlichen Einrichtungen hat sie bereits angeklopft, doch schnelle, unbürokratische Hilfe war nicht zu bekommen. Weil es aber in diesem Fall genau um schnelle Hilfe geht, hat sich Zobel bei ihrer Bank, einem Notar und dem Finanzamt schlau gemacht und gemeinsam mit ihrem Bekannten Walter Kling bei der Landessparkasse zu Oldenburg ein Spendenkonto eröffnet. Das Geld soll für die Pflege der kranken Mutter und die Betreuung ihrer Kinder eingesetzt werden.

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Aber Annemarie Zobel denkt weiter: „Es sollte bei irgendeiner öffentlichen Einrichtung, bei Kirchen, der Gemeinde oder den Wohlfahrtsvereinen einen Topf geben, aus dem in solchen Fällen schnell und unbürokratisch geholfen werden kann“, findet sie. Parallel zu ihrer Spendensammlung will sich die Helferin, die auch von ihrem Mann Siegfried unterstützt wird, deshalb auch weiter an Vereine, Verbände und öffentliche Stellen wenden. „Schön wäre es auch, wenn man für Daniel und Julian eine Art Paten finden könnte“, sagt sie.

Wer der Familie helfen möchte, kann das mit einer Spende tun. Organisationen oder Personen, die Informationen über andere Hilfsmöglichkeiten haben, können sich unter Telefon  0 42 44/96 58 22 bei Annemarie Zobel melden.   Spenden können auf das von Annemarie Zobel und Walter Kling eingerichtete Treuhandkonto „Herzenswunsch“ bei der Landessparkasse zu Oldenburg, Iban: DE 75 280 501 00 00 910 48819 überwiesen werden.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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