DöTLINGEN „Wir drücken auf die Tube.“ Andreas Hauth ließ am Montagmittag keinen Zweifel daran, dass noch in diesem Jahr die erste Dötlinger Solardachbörse auf dem Dach der Dötlinger Turnhalle Realität werden soll. Bis Jahresende soll sie montiert sein und laufen, denn noch bringt die Kilowattstunde Strom 43 Cent. Ab 2010 sinkt der Preis laut Gesetz auf 39 Cent ab.

Rund vier Wochen nach dem sehr gut besuchten Infoabend geht das Projekt damit bereits in die heiße Phase. Alle 45 Interessenten, die sich bisher schon gemeldet haben, erhalten die nächsten Tage Post. Hiermit müssen sie rechtsverbindlich bis 1. September erklären, mit welchem Anteil sie sich an der Bürgeranlage beteiligen möchten. Der Mindestanteil ist 500 Euro. Zu finanzieren ist eine Gesamtsumme von rund 100 000 Euro.

Andreas Hauth, Diplom-Ingenieur mit Büro in Wildeshausen, wohnhaft in Vossberg, hat sich bereit erklärt, ehrenamtlich die Geschäftsführung der in Gründung befindlichen 1. Dötlinger Fotovoltaikanlage GbR mbH zu übernehmen. Als Stellvertreter steht der Dötlinger Eckehard Hautau zur Verfügung. Seitens der Gemeinde betreut Bauamtsleiter Uwe Kläner die Initiative.

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Beim Ortstermin an der Dötlinger Turnhalle zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden mit den Fortschritten. Die im Juli gebildete Arbeitsgruppe kam schnell voran. Ihr gehören Dettmar Vosteen, Reiner Stolle, Herbert Schwarting, Hans-Herbert Huck sowie als beratendes Mitglied Ralf Eilers, Geschäftsführer der Bürgersolaranlage Ganderkesee, an. Neben dem Anschreiben aller Interessenten wird auch die Ausschreibung bereits auf den Weg gebracht. „Fünf Unternehmen werden angesprochen“, so Hautau. Dabei ist Voraussetzung, dass die geplante 29,7 Kilowattpeak-Anlage noch dieses Jahr in Betrieb geht.

Hauth würdigte das gute Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung zu Gunsten dieses Bürgerprojektes: „Hier wird an einem Strang gezogen.“ Die Gemeinde stelle die Fläche mietfrei zur Verfügung, zudem engagiere sie sich im Arbeitskreis.

Möglichst viele Bürger sollen bei der Anlage zum Zug kommen. Dabei entscheidet bei der Berücksichtigung der Bewerber das Datum nach Posteingang. Falls mehr Kapital als benötigt zusammenkommt, wird die Errichtung einer weiteren Anlage in Erwägung gezogen.

Weitere Interessenten können sich noch melden: Andreas Hauth, Westerstraße 6, 27793 Wildeshausen, 04431/94680.

Mehrere Flächen

Acht geeignete Flächen für Solardachanlagen hat die Gemeinde Dötlingen auf ihren Liegenschaften, so Bauamtsleiter Uwe Kläner. Neben der Turnhalle Dötlingen sind bereits zwei vergeben: die Dächer der Grundschulen Neerstedt und Dötlingen. Beide stehen den jeweiligen Fördervereinen der Schulen zur Verfügung, die künftig dort Photovoltaikanlagen betreiben wollen. Sie warten derzeit auf die Angebot von Firmen, um als nächsten Schritt die Finanzierung durch die Banken abzuklären. Langfristig werden dann beide Grundschulen über die Fördervereine von den Erlösen durch die Solarenergie profitieren und zugleich den Kindern ein konkretes Beispiel für alternative Energien und Klimaschutz geben können.

Zu den fünf verbleibenden Möglichkeiten gehören die Dächer der Feuerwehrhäuser in Dötlingen und Brettorf. Neerstedts Feuerwehrhaus ist nicht geeignet. Bei den Anlagen auf den Feuerwehrhäusern will sich die Gemeinde aber zunächst zurückhalten.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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