LANDKREIS „Qualifizierte landwirtschaftlich Fachkräfte sind wieder gesucht.“ Das betonte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) bei der Festansprache anlässlich der Freisprechungsfeier von Auszubildenden und Meistern aus der Haus- und Landwirtschaft in Sage-Haast. Galt bislang, dass der Bauer allein seinen Betrieb bewirtschaftete, entwickelten sich heute immer mehr Großbetriebe. Allein zwischen 2001 und 2009 stieg die Zahl der Arbeitnehmer in der niedersächsischen Land- und Forstwirtschaft um 15 Prozent, so Grotelüschen.

Nachwuchs motiviert

Kreislandwirt Jürgen Seeger hatte die Teilnehmer der Feier am Freitagabend begrüßt. Unter den zahlreichen Ehrengästen waren auch die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst (FDP) und der stellvertretende Landrat Ernst-August Bode. Seeger meinte, Vermarkter und landwirtschaftliche Erzeuger seien gut aufgestellt. „Made in Deutschland ist stark gefragt.“ Namhafte Vermarkter in der Region motivierten auch die Nachwuchskräfte.

Begriffe wie „dumm, faul, abgehängt“ würden auf die jungen Landwirte und Hauswirtschafterinnen, die in Sage ihre Urkunden erhielten, keinesfalls zutreffen, betonte Dr. Günter Kuhnt, Leiter der Bezirksstelle Oldenburg-Süd der Landwirtschaftskammer. Die Zahlen im Ausbildungsberuf Landwirt seien auch 2010 gestiegen. Im Bereich Oldenburg-Süd gebe es derzeit 195 Verträge – 30 mehr als vor einem Jahr. Auch für den Schulstandort Wildeshausen seien die Zahlen gestiegen. Zusätzlich läuft in Oldenburg-Süd in diesem Jahr ein neuer Meisterkurs. In der BBS 3 in Oldenburg wird seit diesem Sommer die zweijährige Fachschule angeboten. Schüler können im Rahmen der Fortbildung sowohl den Meistertitel als auch den Abschluss zum staatlich geprüften Betriebswirt erlangen.

16 Landwirtinnen und Landwirte – fünf mehr als im Vorjahr – wurden dann freigesprochen. Seeger, Kuhnt und Karin Bellers, die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands, überreichten die Urkunden. Buchpreise erhielten Lara-Kristin Lüschen aus Dötlingen, Benjamin Kocian (Neumühle) und Stephanie Barlage (Dinklage), die das beste Berichtsheft geführt hat.

„Tisch steht im Ausland“

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Im Namen der freigesprochenen Landwirte bedankte sich Lüschen bei Ausbildern und Betrieben für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten. Sämtliche Absolventen wollten ihr Hobby zum Beruf machen. Die Dötlingerin gehört mit einem Notenschnitt von 1,22 zu den fünf besten Absolventen in Niedersachsen.

„Ihnen steht die Zukunft offen“, rief Ministerin Grotelüschen dem Nachwuchs entgegen. Auf ihrem weiteren Weg würden sie Leidenschaft brauchen, Leistungswillen und Bereitschaft zum Wettbewerb. Die Zukunftsperspektiven seien blendend. Zwar gehe die Zahl der Verbraucher in Deutschland zurück, doch die Weltbevölkerung wachse – um rund eine Milliarde Menschen in den nächsten 15 Jahren. Um die Nachfrage zu decken, müsse die heimische Landwirtschaft „alles dafür tun, dass wir von diesem Kuchen ein möglichst großes Stück abbekommen – auch wenn der Tisch im Ausland steht.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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