Ganderkesee /Harpstedt /Hannover Verbindliche Zusagen gab es nicht, wohl aber „Hoffnung und Erwartung“ auf mehr Erdkabel-Abschnitte im Verlauf der 380-kV-Trasse Ganderkesee-St. Hülfe: Dieses Fazit ziehen Vertreter der Kommunen, die von der geplanten Höchstspannungsleitung durchzogen werden, nach einem Gespräch mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne).

Wie erst am Mittwoch mitgeteilt wurde, fand das Treffen, auf das die Kommunen lange gedrungen hatten, bereits am 17. Juli am Rande einer Plenarsitzung in Hannover statt. Neben Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, dem Harpstedter Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie den Gemeindespitzen aus Barnstorf und Rehden (Landkreis Diepholz) nahmen auch die Landtagsabgeordneten Axel Brammer (SPD), Christian Dürr (FDP), Ansgar Focke (CDU) und Hans-Joachim Janssen (Grüne) teil.

Eindringlich appellierten die Politiker an den Minister, sich im laufenden Planfeststellungsverfahren für die Alternativplanung einzusetzen, die Netzbetreiber Tennet zusätzlich eingereicht hat. Während die eigentliche Antrags-Trasse lediglich zwei Erdkabel-Abschnitte von insgesamt fast sieben Kilometern Länge in der Gemeinde Ganderkesee vorsieht, könnte bei der Alternative in fünf weiteren Bereichen der insgesamt 61 Kilometer langen Strecke die Leitung unterirdisch verlaufen – darunter an zwei Stellen in den Harpstedter Gemeinden Winkelsett und Colnrade.

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„Die Alternativplanung ist zwar noch immer weit entfernt von den ursprünglichen Forderungen nach einer kompletten Erdverkabelung“, heißt es in einer Pressemitteilung, die Herwig Wöbse in Abstimmung mit den Kollegen verfasst hat, „sie könnte aber als Teilerfolg akzeptiert werden“. Zumindest seien darin die Mindestabstände zu Einzelhäusern und Wohnbebauung berücksichtigt. Bleibe es indes bei der Antrags-Trasse, wäre das für alle Kommunen „ein riesiger Fehlschlag“.

Ferner wurde von Wenzel gefordert, dass „der unsinnige Freileitungsabschnitt in der Gemeinde Ganderkesee gestrichen wird.“ Zwischen den beiden Erdkabelstrecken ist in Strudthafe auf 1,5 Kilometern noch eine Freileitung vorgesehen. Dass stattdessen bis zur Gemeindegrenze durchgängig erdverkabelt wird, liegt besonders Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas am Herzen. Sie wertet das Gespräch mit Wenzel als „offen und konstruktiv“ – auch wenn der Minister zum laufenden Verfahren nichts habe zusichern können, habe sie, so Gerken-Klaas, „eine positive Bestätigung“ aus Hannover mitgenommen.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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