Ganderkesee /Hengsterholz Die „Skyline“ von Hengsterholz dürfte eine andere werden. Gegen Einwände insbesondere von Seiten der CDU und der Freien Wähler hat die Mehrheit des Ganderkeseer Gemeindeentwicklungsausschusses am Donnerstagabend grünes Licht für eine erste 200-Meter-Anlage im Windpark Hengsterholz signalisiert. Das „letzte Wort“ hat jetzt der Verwaltungsausschuss. Dessen Entscheidung wird am Mittwoch, 7. Oktober, erwartet.

Regionalplan

Das Konzept für einen „kooperativen Regionalplan“ in der Region Bremen stellte Susanne Krebser, Geschäftsführerin des Kommunalverbunds, im Ausschuss vor. Bei der Mitgliederversammlung des Verbands am 1. Dezember sollten ein aktualisiertes Leitbild und ein Verfahrensvorschlag für die Prioritätensetzung präsentiert werden. Ziel sei eine engere Zusammenarbeit der kommunalen Handlungsträger. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dem „Grundsatzbeschluss“ zu.

Der Windpark-Betreiber Projekt GmbH (Oldenburg) will das neue Windrad südöstlich der bestehenden sechs 100-Meter-Anlagen, also näher an der B 213, errichten. Der Neubau ist nicht gekoppelt an den Abbau von Altanlagen. Allerdings hatte die Projekt GmbH gegenüber der NWZ  angekündigt, dass sie insgesamt drei 200-Meter-Anlagen beabsichtige, diese sollten die Altanlagen ersetzen.

Zuständig für die Baugenehmigung ist der Landkreis Oldenburg, der im Zuge des Genehmigungsverfahrens das Einvernehmen der Gemeinde abfragt.

Vehement mahnte CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach, eben dieses Einvernehmen nicht zu erteilen. „Wir haben durch den Windpark Grüppenbühren gelernt“, erinnerte er an die Proteste dortiger Bürger und Vereine, als 200-Meter-Anlagen gebaut und das Windparkgelände erweitert werden sollten. Mietrach appellierte, erst einmal den Ortsverein Hengsterholz/Havekost und die betroffenen Anwohner zu hören.

Einwände brachten auch Elke Bothe (Freie Wähler) und Christel Zießler (SPD) vor. Was die Stromproduktion aus Windkraft angeht, habe die Gemeinde Ganderkesee „ihr Soll erfüllt“, sagte Bothe. Zießler mahnte, in Ganderkesee sollten nicht „auf Deubel komm’ raus“ Windräder entstehen, deren Strom teils gar nicht absetzbar sei.

Hier widersprach Michael Sorg (Grüne). „Dass Windenergie nicht genutzt wird, ist ein Ammenmärchen.“ Auch habe die Gemeinde keineswegs „ihr Soll erfüllt“.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Hans-Jürgen Hespe (FDP) bot Mietrach Paroli: „Wir haben in Hengsterholz einen anderen Sachverhalt als in Grüppenbühren“. Es gehe nicht um eine Verdoppelung der Windpark-Fläche, sondern um eine Baugenehmigung.

Fachbereichsleiter Peter Meyer merkte an, dass das Vorhaben der Projekt GmbH planungsrechtlich zulässig sei. Wenn Ganderkesee das Einvernehmen rechtswidrig versagen sollte, „kann der Landkreis dieses Einvernehmen ersetzen“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.