MUNDERLOH Carina Bolling steht mitten im Gemüsegarten auf dem Hof der Familie Schütte in Munderloh. Während sie mit einer Gabel den Boden aufbricht, sammelt Wiebke Schütte, die Tochter der Familie, die reifen Kartoffeln ein. „Dorfhelferin ist einfach mein Traumberuf“, sagt die 22-jährige Wardenburgerin. Die Arbeit auf dem Hof ist für sie eine Station auf dem Weg dorthin, denn noch ist sie in der Ausbildung und als Praktikantin in Munderloh.

„Meine Eltern haben auch einen landwirtschaftlichen Betrieb“, erzählt die 22-Jährige. Da sie gern mit Kindern arbeiten wollte, fiel ihre Wahl schließlich auf die Ausbildung zur Dorfhelferin. „Es geht mir einfach darum, den Familien zu helfen“, betont sie. Vor allem gefalle ihr an diesem Beruf die Abwechslung: „Man muss flexibel sein.“

Entspannung für Mutter

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Bei der Familie Schütte ist die Wardenburgerin nun für viele Bereiche des Haushaltes zuständig: Vom Kochen über die Arbeit im Gemüsegarten bis hin zur Betreuung der Kinder. „Das ist schon ein Luxus“, freut sich Karin Schütte. Die Mutter von Wiebke (13) und Hendrik (12) kann durch die Unterstützung der Praktikantin ab und an die Füße hochlegen. „Ich kann nachmittags einfach auch mal einen Kaffee trinken.“

Die Regel ist das allerdings nicht, denn Dorfhelferinnen kommen eigentlich nur zum Einsatz, wenn ein Familienmitglied eines landwirtschaftlichen Betriebes krank ist und die Familie Hilfe im Haushalt benötigt. In diesem Fall werden die Kosten für die Hilfe auch von der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) getragen. Während ihrer Praktikumszeit werden die Auszubildenden jedoch zur Entlastung eingesetzt, um praktische Erfahrung zu sammeln.

Bis zu dieser Praktikumsstation war es für Carina Bolling ein weiter Weg: „Ich habe vor sechs Jahren mit meiner Ausbildung begonnen.“ Nach den Abschlüssen als Hauswirtschafterin und Wirtschafterin sammelte sie zunächst Berufserfahrung. Das sind gleichzeitig die Voraussetzungen, um sich zur Dorfhelferin ausbilden zu lassen. Hierbei wechseln sich 14 Monate lang Praxisphasen – unter anderem in Kindergärten und Seniorenheimen – mit Theorieteilen ab. „Im Unterricht habe ich vor allem viel über Psychologie und Pädagogik gelernt“, sagt die Auszubildende.

Einsatz in Niedersachsen

Wo es nach der Ausbildung für sie hingeht, weiß Carina Bolling noch nicht. „Wenn wir etwas freihaben, versuchen wir, sie anzustellen“, verspricht Heike Müller, Einsatzleiterin der Dorfhelferinnen-Station Oldenburg-Land. Das könnte jedoch auch in einer anderen von 32 Stationen in Niedersachsen sein.

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