Brettorf Maisanbau auf nur einem Quadratmeter: Das gibt es nur beim „Ersten Maisanbauclub im Autobahndreieck“, kurz 1. MAC i. A. genannt. Die auf 16 Mitglieder begrenzten Maisanbauer sind seit 2010 auf den „Anbauflächen“ im Dreieck der A 1, A 28 und A 29 unterwegs – auf Kontrollfahrten über das Jahr und schließlich zur Ernte, wie jetzt am Sonnabend.

Birger Strudthoff, seines Zeichens so genannter „Blödmanns-Gehilfe“ und Verwalter über Listen und Protokolle, aber auch „Maisanbau-Kanzler“, führt Jahr für Jahr akribisch Buch. Geht es doch darum, auf einem Quadratmeter so viel Ertrag wie möglich zu erreichen. Das alles neben dem normalen Alltag auf dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb, denn die Mitglieder sind durch die Bank gestandene Bauern. Überwiegend sind es junge Landwirte, die Lust haben, sich im nicht ganz ernst gemeinten Privat-Maisanbau zu messen.

Neben dem Düngen und Wässern hat jeder der Maisanbauer ein Geheimrezept in der Schublade. Ein wohlgehütetes Know-how, das nicht preisgegeben wird. Die vielen kleinen Tricks sollen ja einen möglichst hohen Ertrag garantieren.

Kriterien sind das schwerste Einzelkolbengewicht, das Durchschnittsgewicht von fünf Maiskolben, die längste Maispflanze und das Gesamtgewicht vom Ertrag auf der Fläche. Die Pflanzen dürfen nur auf dem einen Quadratmeter wachsen.

Mit Block, Kugelschreiber und Zollband ging es an die Ernte, so wie bei Jens von Seggern, der in Brettorf auf seinem Grundstück im Neubaugebiet „An der alten Post“ seine Maisanbaufläche vor neugierigen Blicken gut versteckt hatte.

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Am Abend zeigte sich, wer Maiswettkönig wurde. Mit 47 Punkten setzte sich Jörg Lüschen an die Spitze. Er lieferte ein Kolbengewicht von 350,8 Gramm und erhielt dafür einen Sonderpunkt. Auch die Maishöhe war mit 354,5 Zentimetern gut. Auf Platz zwei kam Maik Scheeland mit 39 Punkten, der eine Pflanzenhöhe mit 360 Zentimetern vorweisen konnte. Den dritten Platz teilten sich Matthias Lange und Birger Strudthoff mit 38 Punkten. Reiner Spille, Lohnunternehmer und Fachmann, belegte den zehnten Rang mit 21 Punkten.

Zahlen und Fakten, die neben allerlei Frotzeleien am Abend beim Grillfest gebührend diskutiert wurden.

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