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GANDERKESEE /WILDESHAUSEN Der Brückenschlag zwischen Landwirtschaft und Landschaftsschutz scheint an der Delme zu gelingen: Fast einstimmig hat der Umweltausschuss des Kreistages am Dienstag in Wildeshausen einen geänderten Entwurf für das Landschaftsschutzgebiet „Delmetal zwischen Harpstedt und Delmenhorst“ auf den Weg gebracht, der nun öffentlich ausgelegt und auf einer Anliegerversammlung vorgestellt wird.

Entscheidende Verbesserung aus Sicht der Landwirte: Die umstrittene Schutzzone II, die von einigen Anrainern als „existenzgefährdend“ kritisiert wurde, entfällt jetzt ganz. Damit sind einige „verzichtbare Flächen“ aus dem Landschaftsschutz herausgefallen und können weiter bewirtschaftet werden.

Zwar tauchen dafür, wie Günter Westermann (CDU) bemerkte, einige Ackerflächen neu im eigentlichen Schutzgebiet auf, was nicht mit den Landwirten abgesprochen worden sei. Und auch ein zehn Meter breiter Streifen beiderseits der Wiggersloher Straße, der zum Schutz der Delme noch berücksichtigt wurde, fand nicht ungeteilte Zustimmung. Doch alles in allem „können die Landwirte mit der Lösung zufrieden sein“, räumte deren Vertreter im Ausschuss, Franz-Josef Dasenbrock, ein. Einzelne Einwendungen seien im Rahmen der öffentlichen Auslegung indes noch denkbar.

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Das Bemühen der Kreisverwaltung, auf die Sorgen der Landwirte einzugehen, hob 1. Kreisrat Rolf Eilers hervor: „Wir greifen mit der jetzigen Lösung sehr wenig in vorhandene landwirtschaftliche Strukturen und Betriebe ein.“ Allerdings sei auch weiterhin „Fingerspitzengefühl und Kompromissbereitschaft“ bei allen Beteiligten vonnöten, meinte Andrej Stölting vom Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Nachdem Georg Schinnerer von der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis den neuen Verordnungsentwurf erläutert hatte, stellte Stölting dem Ausschuss einzelne Aspekte des Landschaftsschutzes im mittleren Delmetal vor. Ein Drittel des 367 Hektar großen Gebietes enthalte Lebensräume, die typisch sind für ein FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat). Etwa 70 Hektar umfasst der Bestand an Erlen und Eschenwald. Besonders schützenswert im Delmetal ist aber die Bachmuschel, die in Nordwestdeutschland ansonsten kaum noch vorkommt.

Zur Pflege des Landschaftsschutzgebietes, so Stölting weiter, werde ein Erhaltungs- und Entwicklungsplan in die Verordnung aufgenommen. Finanzielle Mittel dafür seien aus Förderprogrammen des Landes zu erwarten.

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