Landkreis /Wildeshausen /Neerstedt Noch im ersten Quartal dieses Jahres kommen zahlreiche Haushalte im Landkreis Oldenburg zusätzlich in den Genuss des schnellen Internets mit Bandbreiten von 50 bis 100 Mbit/s. „In 86 von 108 Projektgebieten sind die Tiefbauarbeiten erfolgreich beendet. In weiteren 22 Gebieten laufen die Arbeiten planmäßig und werden in diesem Jahr durchgeführt“, berichtete EWE-Projektleiter Daniel Böttcher. Einen exakten Termin nannte er nicht.

Der Telekommunikations- und Energieanbieter stellte am Montag in Neerstedt gemeinsam mit Landrat Carsten Harings, den Bürgermeistern der Gemeinden im Landkreis Oldenburg, ihren hauptamtlichen Vertretern sowie den Abgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU), Susanne Mittag (SPD), Christian Dürr (FDP) und Karl-Heinz Bley (CDU) den aktuellen Stand des geförderten Breitband-Ausbaus vor. Für das Projekt hatte die EWE den Zuschlag erhalten.

Ein Bündel aus Glasfaserkabeln BILD: Jan Woitas

Bisheriger Ausbau

256 Kabelverzweiger (KVz) sind nach Angaben der EWE bereits erschlossen; davon 60 Prozent mit VDSL-Vectoring und Bandbreiten bis 100 Mbit/Sekunde.

28 Hauptverteiler wurden erschlossen. Im Nahbereich gab es bis Jahresanfang 30 Kabelverzweiger für mehr als 2400 Adressen.

Beim Ausbau des Glasfasernetzes will sich die EWE auf die Kerngebiete von Ganderkesee, Wardenburg, Groß Ippener und Wildeshausen konzentrieren. Mehr als 630 Kilometer Glasfaser werden im Kreis verlegt.

Der geförderte Ausbau im Landkreis Oldenburg umfasst 108 Projektgebiete mit mehr als 3800 Haushalten und 225 Unternehmen. 20 Gebiete erhalten einen Glasfaser-Anschluss (FTTC).

Im Kreisgebiet werden 88 Kabelverzweiger (KVz) erschlossen; 43 bereits bestehende werden aufgerüstet und 45 neu errichtet.

Der Ausbau im Kreis unter https://www.oldenburg-kreis.de/portal/seiten/breitbandausbau-im-landkreis-oldenburg-900000014-21700.html

Warten seit drei Jahren

Bereits vor drei Jahren wurde der Landkreis in das erste Förderprogramm aufgenommen, berichtete Harings. Vor einem Jahr starteten die Bauarbeiten. „Seitdem vertrösten wir die Menschen.“ Der bevorstehende Anschluss von 86 Projektgebieten sei „ein erster Schritt“. Beim zweiten Förderprogramm befinde sich der Kreis seit 20. Juni 2017 im Verfahren, warte aber noch immer auf die Mittelfreigabe des Landes. Ausdrücklich lobte Harings die Zusammenarbeit unter den Kommunen und mit den Abgeordneten.

Insgesamt sieht der geförderte Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis vor, dass in 108 bislang unterversorgten Gebieten mehr als 3800 Haushalte und 225 Unternehmen von schnellen Internetanschlüssen profitieren (siehe Info-Box). Hendrik Lüürs, Kommunalbetreuer von EWE Netz, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Wir haben einen großen Teil der insgesamt rund 145 Kilometer des Verteilnetzes verlegt.“ Die Absprachen mit den Baufirmen seien aber „eine große Herausforderung“. Teilweise dauere es von der Auftragsvergabe bis zum Baubeginn zwölf Wochen. Auf die gestiegenen Baukosten wies Torsten Wüstenberg, Leiter der Netzregion Cuxhaven/Delmenhorst von EWE Netz, hin.

Bürger werden informiert

In 88 der 108 Projektgebiete im Landkreis erfolgt ein VDSL-Ausbau (FTTC) über die beschleunigte Zusatztechnologie Vectoring, wie Böttcher erläuterte. Beim VDSL-Ausbau erhöhen zusätzliche Kabelverzweiger die Bandbreite in der Fläche. Einen neuen Kabelverzweiger stellte der EWE-Projektleiter den Vertretern der Kommunen am Montag vor. Das Problem: Bei FTTC würden nur Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s erreicht. Daher erfolge in 20 Gebieten im Landkreis, darunter zehn Gewerbegebiete, der Ausbau mit Glasfaser. 150 Haushalte würden davon profitieren. Der Glasfaser-Direktanschluss am Haus werde für die Eigentümer der Immobilie kostenfrei erstellt, sagte Wüstenberg. Die EWE müsse auch anderen Telekom-Anbietern die neue Technik „diskriminierungsfrei“ anbieten.

Und wann wissen die Kunden, ob sie einen schnelleren Anschluss erhalten können? Sobald die Kabelverzweiger freigeschaltet sind, werde die EWE die betroffenen Haushalte anschreiben, erklärte Henrik Lüürs. Derzeit lasse sich nicht immer 100-prozentig sagen, welche Download-Geschwindigkeit wo erreicht werde. Er riet zum persönlichen Gespräch mit Vertretern der Telekom-Dienstleister.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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