Landkreis Der Kreis Aktive Bäuerinnen im Kreislandfrauenverband Oldenburg hat seine erste virtuelle Konferenz abgehalten. Zu Gast war Friederike Gerken von der Landwirtschaftskammer (LWK), die das Rechentool „TEKLa“ vorstellte. Durch dieses von der LWK entwickelte Modell kann die Klimabilanz eines Betriebes erstellt werden. Es werden Stellschrauben zur Einsparung von CO2-Emissionen, klimarelevante Veränderungsmöglichkeiten sowie ökologische und ökonomische Vorteile aufgezeigt.

„Klimaallianz in der Landwirtschaft“ ist ein Projekt, das der Landkreis Oldenburg in Zusammenarbeit mit der LWK seit 2017 durchführt. Jedes Jahr werden deshalb 20 Betriebe besucht. So werden bei Milchviehbetrieben 17 Faktoren in die Berechnung einbezogen und damit bestimmt, wie viel Treibhausgase erzeugt werden. Diese Daten werden mit Vergleichsbetrieben verglichen. Anschließend werden Maßnahmen zur Einsparung geplant und die Ergebnisse zusammengefasst.

Diese Klimaschutzberatungen zeigen, so der Kreislandfrauenverband, wie sich der CO2-Fußabdruck mit kleinen Veränderungen minimieren ließe. Gerken zeigte an Berechnungen bei weiteren Betrieben mit Schweine-, Geflügel- und Rindermast sowie Graserzeugung die unterschiedliche Höhe des erzeugten CO2. Bei extensiver Rinderhaltung würden mehr Treibhausgase erzeugt, da die Mastdauer wesentlich länger und das Grundfutter nicht so energiereich sei. Dagegen erzeuge Gründünger als Zwischenfrucht sogar einen negativen CO2-Ertrag, da viel Stickstoff gebunden werde. Für die Betriebe ergebe sich als Nutzen, dass neben der Ersparnis durch die Klimabilanzen Transparenz entstehe mit stichhaltigen Fakten für die Öffentlichkeit.

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Nach Ansicht des Kreislandfrauenverbandes wird klimafreundlich erzeugte Milch in Zukunft ein wichtiges Verkaufsargument. So wirbt die Genossenschaft „Arla“ damit, dass die Emissionen pro Liter Milch um 30 Prozent bis 2030 verringert und bis 2050 „klimaneutral“ würden. Gerken sagte, „Landwirtschaft erzeugt Treibhausgase, trägt aber gleichzeitig zum Klimaschutz durch Erhalt von Grünlandflächen, Humusaufbau und vielseitige Fruchtfolge bei“.

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