Immer /Klattenhof Rund 20 Bewohner aus Klattenhof und Immer sind am Dienstagabend zum Ortstermin gekommen, um über die Bauarbeiten an der Kreisstraße 327 (die NWZ  berichtete) zu sprechen. Die Bewohner sind verärgert über die lange Zeit, in der die Straße voll gesperrt ist. Ernst-August Bode (FDP), Vorsitzender des Bau- und Straßenausschusses beim Landkreis, sagte dazu: „Wenn eine Vollsperrung notwendig ist, muss daran gearbeitet werden, diese so schnell wie möglich wieder zu beseitigen.“

Die Anwohner haben ihren Unmut bereits an Landrat Carsten Harings herangetragen. Am 30. Juni schickten der Bezirksvorsteher Klattenhof, Hartmut Menkens, sowie Anke Holtmann, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Klattenhof, den Brief ins Kreishaus. Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille erhielt eine Kopie. Darin heißt es zunächst, dass sich die Dorfgemeinschaft sehr darüber gefreut hat, dass „unser seit Jahrzehnten vorgetragener Wunsch nach besser Radwegerschließung“ erfüllt wird.

Die Bewohner seien auch bereit gewesen, „ein gewisses Maß an Behinderung durch die Baustelle hinzunehmen“. Für den anfangs zögerlichen Ablauf der gesamten Bauarbeiten fehle jedoch jedes Verständnis, heißt es in dem Brief. Verärgert sind die Bürger vor allem, weil sie weder im Ort, noch im Stühe oder nach Brettorf hin Fortschritte sähen. Auch auf der anderen Seite der Baustelle, im Ganderkeseer Ortsteil Immer, wächst die Ungeduld: „Vielen bei uns dauern die Baumaßnahmen zu lange“, sagt Ute Holschen, Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Immer-Bürstel.

Vor allem für die zwei selbst vermarkenden Betriebe sei die Situation schädlich. Um diese zu erreichen, müsse man jetzt in eine Sackgasse fahren, der Durchgangsverkehr komme dort nicht mehr vorbei. „Die Betriebe verlieren 80 bis 90 Prozent ihrer Kunden, und die meisten davon kommen auch nicht mehr wieder“, beurteilt Anwohner Götz Neuber die Situation.

Dazu kommt eine weitere Behinderung für die Verkehrsteilnehmer. Durch die Bauarbeiten im Windpark Haidhäuser sei die Zuwegung von und zur Bundesstraße 213 gesperrt. In dem Brief wird kritisiert, dass die Sperrung öffentlicher Wege durch private Sicherheitskräfte rigoros kontrolliert werde und Passanten fotografiert würden.

Die Bürger wollen Druck machen, damit die Bauarbeiten beschleunigt werden. Bode stellt fest: „Die Asphaltarbeiten sind zwei Monate in Verzug.“ Eine Vertragsstrafe für die zuständige Baufirma Bassumer Tief- und Straßenbau (BTS) könne es derzeit jedoch noch nicht geben, vermutet er: „Ich gehe von einer vereinbarten Vertragsstrafe aus, die aber nur für den Endtermin gilt.“

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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