Landkreis Die Corona-Krise stellt unser Leben auf den Kopf, sorgt für massive Probleme, Sorgen – und viele Fragen. Unser Aufruf an die Leserinnen und Leser, ihre Fragen zu stellen, stößt auf große Resonanz. Wir sammeln die Fragen und geben gemeinsam mit Experten Antworten:

Auch zum Verhalten im Berufsleben gibt es zahlreiche Leserfragen. Eine davon lautet:

Kann man von sich aus zu Hause bleiben, wenn man den Eindruck hat, dass der Arbeitgeber nicht ausreichend die zwingend erforderlichen Hygienevorschriften einhält?

Einwilligung und Werberichtlinie

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„Nein. Es gibt kein allgemeines Recht des Arbeitnehmers, bei Ausbruch einer Erkrankung wie Covid-19 der Arbeit fernzubleiben“, heißt es auf NWZ-Nachfrage aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Allein der „Eindruck“, dass der Arbeitgeber die „zwingend erforderlichen Hygieneanforderungen nicht ausreichend einhält“, begründe kein Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitnehmers. Dieses Recht bestünde nur, wenn die Erbringung der Arbeitsleistung unzumutbar wäre (§ 275 Abs. 3 BGB), so das Ministerium.

Eine Unzumutbarkeit sei z.B. gegeben, wenn die Arbeit für den Betroffenen eine erhebliche objektive Gefahr oder zumindest einen ernsthaften objektiv begründeten Verdacht der Gefährdung für Leib und Gesundheit darstelle, heißt es weiter. Ein individueller „Eindruck“ dürfte hierfür nicht ausreichen. „Daher ist es sinnvoller, auf den Arbeitgeber zuzugehen, ihm die Bedenken mitzuteilen und gemeinsam zu versuchen, eine eventuell erforderliche Verbesserung des Ansteckungsschutzes im Betrieb zu erreichen“, teilt das Wirtschaftsministerium mit.

Handwerker sind ein großes Thema. Jürgen Hinrichs aus Westerstede fragt dazu:

Wie sieht es bezüglich der aktuellen Kontaktbeschränkung aus, wenn Handwerker ins Haus kommen wollen?

„Handwerker dürfen ihre Aufträge ausführen“, sagt Dr. Gert Hahne, stellvertretender Sprecher der niedersächsischen Landesregierung. Bei allen Vorhaben seien die Hygienevorschriften einzuhalten. Die räumlichen Voraussetzungen und die Art der handwerklichen Dienstleistung sind immer wieder unterschiedlich. Hier empfehle es sich daher, dass sich der Auftraggeber mit dem ausführenden Bau- bzw. Handwerksunternehmen in Verbindung setzt und sich die Details der geplanten Arbeiten und die damit verbundene Einhaltung der Hygienevorschriften erläutern lässt und diese abspricht, sagt Hahne.

Haben auch Sie Fragen zum Coronavirus? Dann schreiben Sie uns per E-Mail an: coronafragen@nwzmedien.de

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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