Wildeshausen /Ahlhorn /Vechta Mitten in der Bürgerbefragung über den geplanten Hähnchenschlachthof in Ahlhorn gibt es neuen Ärger für die Firma Kreienkamp in Wildeshausen. Der Personaldienstleister LOZ aus Vechta ist in Schwierigkeiten. Geschäftsführer Josef de Grandi erklärte auf NWZ -Anfrage am Freitagnachmittag, dass er am Montag Insolvenz anmelden wolle.

„Es werden wohl alle Mitarbeiter eine Nachfolgebeschäftigung finden“, meint de Grandi, der nicht nur mit Kreienkamp zusammengearbeitet hat.

Schlachterei-Unternehmer Walter Kreienborg bedauerte die Situation von LOZ. „Wir haben lange mit denen gearbeitet“. Man habe auch immer wieder Abrechnungen und Unterbringung kontrolliert, Beanstandungen habe es nicht gegeben. Auch seien die Mitarbeiter nach Zeitarbeits-Tarif (IGZ) bezahlt worden, was einem Stundenlohn von 8,19 Euro entspräche, erfahrene Kräfte hätten auch mehr erhalten.

„Leiharbeiter haben nicht den ihnen zustehenden Lohn erhalten“, sagt Rechtsanwalt Johannes Brinkus aus Bakum. Er vertritt nach eigenen Angaben mehrere Spanier, die zuletzt an Kreienkamp ausgeliehen waren.

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Der LOZ-Chef bestreitet das nicht. „Wir haben zuletzt in bar ausgezahlt, was wir noch konnten.“ Er schätzt, dass er den Mitarbeitern im Schnitt so um 120 Euro schuldet. Mehrere Spanier habe Kreienkamp nun direkt übernommen. Ab 1. November wolle er mit einer Nachfolgefirma zusammenarbeiten.

Anwalt Brinkus, der eng mit Gewerkschaften und dem „Bündnis für Menschenwürde in der Arbeitswelt“ zusammenarbeitet, hält Kreienborgs Angaben, er würde nur rund 25 Prozent seiner Belegschaft über Personalfirmen rekrutieren, für falsch. Kreienborg hingegen betonte gegenüber der NWZ : „Unsere mehrfach gemachten Angaben sind absolut richtig. Drei Viertel der Belegschaft sind Stammkräfte, die teilweise schon seit etlichen Jahren bei uns sind. Mit Werkverträgen arbeiten wir generell nicht.“

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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