Betrifft: NWZ -Bericht „Bernasko bangt um 385 00 Euro“ vom 19. Dezember

In der Ausgabe der NWZ vom 19. Dezember ist zu lesen, dass die Gräper Gruppe Umstrukturierungen plant und diese bereits zum Ende 2009 umsetzt. Dahinter steht eine unternehmerische Entscheidung, die die Zukunft der Firmengruppe und die Arbeitsplätze vor Ort sichern soll. Gleichzeitig bedeutet diese Entscheidung für die Gemeinde Großenkneten die Einbuße von 385 000 Euro pro Jahr, die zukünftig an eine andere Kommune gezahlt werden.

Herr Bernasko ist darüber überrascht und nicht amüsiert und es klingt an, dass er sich nicht informiert fühlt.

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Nur, es nicht die Aufgabe eines Unternehmens, die Kommune über seine Zukunftspläne zu informieren. Die Kommune muss sich kümmern, denn sie bekommt die heiß begehrten Gewerbesteuern von den Unternehmen.

Es gab zwei Anlässe, die die Gemeinde Großenkneten hätte wachrütteln sollen. Beide wurden verschlafen.

Da gab es die von der Gemeinde ohne Fingerspitzengefühl und offensichtlich ohne Rücksprache beschlossene rückwirkende Erhöhung der Gewerbesteuer, die dann kleinlaut wieder zurückgenommen wurde.

Und es gab kurz vor der Bundestagswahl den Besuch von Parteienvertretern im Unternehmen Gräper. Über diesen Termin wurde natürlich auch in der Presse berichtet. Eine wesentliche Aussage von Herrn Lüers bei diesem Termin war, dass die Gemeinde Großenkneten einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer benötigt, der als Ansprechpartner für die Unternehmen fungiert und den Kontakt aktiv pflegt. Es wurde hier nicht nach Geld gerufen, sondern lediglich nach einem funktionierenden Kommunikationskanal, der nicht nur vor Wahlterminen um einen Termin vor Ort bittet, sondern auch in den Jahren dazwischen präsent ist.

Ich finde es bezeichnend, dass der letzte Termin eines Gemeindevertreters am 17. September, zehn Tage vor der Bundestagswahl, stattgefunden hat.

Kommunen befinden sich untereinander im Wettbewerb um ihre Kunden, die Unternehmen. Der Aufwand, einen neuen Kunden zu gewinnen, ist um ein vielfaches schwieriger und teurer als einen guten Kunden zu halten. Man muss sich erst einmal „nur“ um ihn kümmern und ein offenes Ohr für ihn haben.

Dieser einfache Leitsatz wurde hier offensichtlich ignoriert. Bösel freut sich!

Dr. Rainer Henking

26197 Großenkneten

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