Hude „Mensch, wie die Zeit vergeht“, dachten sich auch Hartmut Langetepe und Günter Alfs als ihnen bewusst wurde, wie alt der Huder „Zeitstrahl“ mittlerweile ist. Die beiden sind die Schöpfer des Lehrpfades. Im Jahr 2000 wurde der Wanderweg angelegt und feiert somit in diesem Jahr seit 15-jähriges Bestehen.

„Wir waren selbst überrascht, als uns bewusst wurde, dass die Tafeln und die Sonnenuhr, die den Zeitstrahl ausmachen, schon so lange in Hude stehen“, sagt Alfs, der als Lehrer tätig ist. Entstanden war die Idee zum „Zeitstrahl 2000“ im Expo-Jahr, in Anlehnung an den bereits vorhandenen Planeten-Lehrpfad, der 1994 entlang des Lehmwegs angelegt wurde.

Der Zeitstrahl ermöglicht es, auf den Spuren der Erdgeschichte zu wandeln. „Ganz ähnlich wie auf einem Wanderweg“, meint Langetepe. Vom Reiherholz an der Linteler Straße über den Linteler Kirchweg, die Kirchstraße entlang über die Parkstraße bis zum Huder Bahnhof erstreckt sich der „Zeitstrahl 2000“. Die Strecke dieses Wanderwegs umfasst 4,6 Kilometer. Daran entlang sind 15 Metalltafeln angebracht, auf denen fast fünf Milliarden Jahre der erdgeschichtlichen Entwicklung aufgezeigt und kurz erläutert werden. Alle 1000 Meter durchwandert der Besucher somit 1 Milliarde Jahre Geschichte. Am Bahnhof Hude findet der Zeitwanderer eine Sonnenuhr und ein großes Wandbild von Künstlerin Halina Chwistek-Mindermann. Die Abschlußtafel präsentiert sieben Errungenschaften des Menschen.

„Galileis Fernrohr steht für Entdeckungen und Astronomie. Religion und Architektur wird durch das Zisterzienserkloster abgebildet. Auch der Buchdruck und die Medizin mit dem Äskulapstab sind zu finden“, erläutert Langetepe. Weitere dargestellte Errungenschaften sind die Industrielle Revolution sowie die informationstechnologische Revolution, die vor 15 Jahren noch mit einem dicken Röhrenbildschirm darstellt wurde und die Entwicklung der Menschenrechte.

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Auf die Frage, ob im Jahr 2015 eine weitere Errungenschaft hinzugefügt werden könnte, überlegen beide kurz. „Aktuell ist gerade das Thema Menschenrechte, aber das ist bereits dargestellt“, so Alfs. Nach der Katastrophe in Fukushima sei auch das Infragestellen von Atomkraft immer aktueller geworden. Im Grunde würden die Tafel aber schon die Errungenschaften gut abdecken, meinen die Erfinder des Zeitstrahl. Auch der Zahn der Zeit habe am Lehrpfad noch keine allzu großen Auswirkungen ausgeübt, berichten Alfs und Langetepe.

Der Wanderweg hat an seiner Aktualität auch über die Jahre nichts eingebüßt und verdeutlicht, wie lange unser blauer Planet bereits entsteht. Die Rolle des Menschen nimmt dabei nur einen Wimpernschlag ein.

Sophie Schwarz Volontärin / NWZ-Redaktion
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