WILDESHAUSEN Ein Volksfest wie das Gildefest bietet sich geradezu an, um Bürger anzusprechen. Unter dem Motto „Von Wildeshausern für Wil­deshauser“ stellte die Lenkungsgruppe für den geplanten Bürgerbus das Projekt im Rahmen des Handwerkermarktes vor. Blickfang am Pfingstsonntag war dabei das rot-gelbe Fahrzeug des Vereins „Bürgerbus Bassum“ vor der Volksbank.

„Beharrlichkeit ist wichtig“, gab Thorsten Runge, ehrenamtlicher Busfahrer in Bassum, den Wildeshausern mit auf den Weg. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dieter Heins hatte er den behindertengerechten Kleinbus in die Kreisstadt des Landkreises Oldenburg gefahren. Bereits vor fünf Jahren ist im benachbarten Kreis Diepholz der Verein gegründet worden; seit mehr als zwei Jahren rollt der Bus täglich 320 Kilometer. Heins: „Wir haben innerhalb von zwei Jahren 150 000 Kilometer gefahren“. Ein ehrenamtlicher Helfer warte das Fahrzeug.

Viermal am Tag werden ab Bahnhof Bassum die Ortsteile Neubruchhausen, Helldiek, Nordwohlde und Bramstedt angefahren. Ein Einzelticket kostet 1,70 Euro pro Erwachsener. Die Tageskarte für Familien (ein Erwachsener, zwei Kinder) kostet 4,80 Euro.

„Wir brauchen vor allem ehrenamtliche Fahrer“, sagt Renate Hocke von der Wildeshauser Lenkungsgruppe. Ohne Unterstützer für den zu gründenden Trägerverein sowie Fahrer sei es kaum möglich, den Bürgerbus ins Rollen zu bringen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Auswertung der Fragebögen stimme die Lenkungsgruppe aber optimistisch. Die Rücklaufquote sei „sehr gut“ gewesen. Mehr als 60 Prozent der Befragten würden das Busangebot bis zu fünf Mal pro Woche nutzen. Das bedeute umgerechnet eine Prognose von 800 Fahrgästen pro Monat.

Hocke, Rudolf Drieling, Hans-Jürgen Pape, Claudia Petermann, Sandra Scholz, Karl Schulze Temming-Hanhoff und Anke Wemken warben sprachen viele Bürger an. „Die Leute sind sehr aufgeschlossen“, freute sich Pape. „Ein Busfahrer im Ruhestand hat sich angeboten, den Bür­gerbus zu fahren.“ Auch eine Anbindung nach Ahlhorn sei unter den Bürgern ein Thema. Und Temming-Hanhoff kündigte eine Anfrage zum Thema im nächsten städtischen Bauausschuss an.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.