Klattenhof Zugewachsen war der Weg, seit mehr als 30 Jahren ungenutzt, beschreibt Hartmut Menkens. Jetzt aber tut sich etwas kurz vor dem Ortseingang Klattenhof an der Straße Im Dorfe: Auf einer Fläche von 320 mal sechs Metern soll ein Insektenbiotop entstehen. Das Projekt ist ausgezeichnet – im wahrsten Sinne. Im November war es auf der Messe „Pferd und Jagd“ mit dem Natur- und Umweltpreis der VGH-Versicherung und damit einem Preisgeld von 7500 Euro prämiert worden.

Heinz-Hermann Wilke, Torsten Flügger, Hartmut Menkens und Gerold Schnier von der Jägerschaft Klattenhof haben sich am Freitag Zeit genommen, um das Vorhaben vor Ort vorzustellen. Hauptakteur ist Jäger Uwe Maus: Er ist Ideengeber des Projektes.

„Ein Teil der Bäume ist weggenommen worden“, erklärt er. Somit ist der Weg frei gemacht für ein Trachtenfließband. „Das heißt, dass bestimmte Sträucher, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr blühen, gepflanzt werden.“ Dadurch sollen Bienen und Insekten permanent Nahrung haben.

Nicht nur Fressen, sondern auch Wohnen soll für die kleinen Tierchen am Trachtenfließband möglich werden: Bienen- und Insektenhotels werden platziert, dazu alte Baumstämme und Sandflächen. Auf den Sandflächen wächst sogenannter Magerrasen, so Maus. Dieser Rasen ist nicht so dicht bewachsen, so dass sich Insekten darin leichter einnisten können.

Auf der anderen Seite von „Am Dorfe“ befindet sich eine 400 Meter lange und knapp sieben Meter breite Fläche, die ebenfalls den Tieren nutzen soll. „Dort werden wir alte Obstbaumsorten pflanzen“, erklärt Maus. Die Früchte sollen aber nicht geerntet, sondern Tieren, so auch dem Wild, als Futter dienen.

Begleitet wird das Projekt von Gärtnermeisterin Hanna Diekmann vom Unternehmen Bumann-Haverkamp in Wehe. Sie plant unter anderem, wo welches Gewächs Platz findet.

„Ende April werden die Sträucher gepflanzt, danach wird gesät“, erklärt Maus. „Bis zum Herbst soll alles fertiggestellt sein, so dass die Fläche Ruhe hat.“ Im Gegensatz zu einem Blühstreifen solle das Biotop nicht permanent bearbeitet werden.

Ende des Jahres stellen die Jäger das Projekt auf der Messe „Pferd und Jagd“ vor.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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