Kirchseelte Nach ihren jahrelangen Bemühungen um den Bau eines Gästehauses auf dem Grundstück des Dreimädelhauses in Kirchseelte ist für die Gastronomenfamilie Kattau das Ziel in Sicht. Einstimmig (bei einer Enthaltung von Joachim Dyck, Grüne) hat der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Kirchseelte am Donnerstagabend in der Schützenhalle die erste Änderung des Bebauungsplans Nr. 19 Ördekenbrück befürwortet – die den Neubau möglich machen würde. Das letzte Wort hat jetzt der Gemeinderat, der voraussichtlich am 26. September tagt.

Gemeinde Kirchseelte investiert in Helligkeit

Heller soll es nach dem Willen des Bau- und Planungsausschusses an der Bürsteler Straße (Wendehammer) und an der Straße Im Winkel werden. Für 1700 Euro soll in Höhe der Bürsteler Str. 4 eine zusätzliche Straßenlaterne aufgestellt werden. An der Straße Im Winkel, wo neue Häuser entstanden, sind zwei Laternen vorgesehen. Kosten hier: 5000 Euro.

Ein Banner mit der Aufschrift „Achtung Kindergarten“ regte Reinhard Rambusch für den Groß-Ippener-Weg an. Es gelte, eine Lösung zu finden, die von Rasern besser wahrgenommen werde als das dortige Tempo-20-Schild. Bürgermeister Klaus Stark nannte den Vorschlag „eine gute Idee“. Die Gemeinde werde das Thema Verkehrssicherheit am Groß-Ippener-Weg anpacken.

Das Bauleitplanverfahren, so brachte Samtgemeinde-Bauamtsleiter Jens Hüfner in Erinnerung, war bereits 2014 eingeleitet worden. Unter anderem wurde ein Lärmgutachten erstellt. Der aktuelle Stand: Nach der öffentlichen Auslegung war am Donnerstagabend über die eingegangenen Stellungnahmen und über den abschließenden Satzungsbeschluss zu beraten.

Die erste Änderung des B-Plans sieht eine Erweiterung des Bauteppichs auf dem Grundstück vor, so dass in dessen südwestlichem Bereich das Gästehaus errichtet werden könnte. Auch besteht danach die Option zur Erweiterung des Gebäudes, in dem sich der Schießstand befindet. Zweitens macht die Änderung eine Erweiterung der Parkflächen möglich. Drittens eröffnet sie die Möglichkeit, den Schießstand nicht nur für sportliche Zwecke, sondern zum Beispiel auch für kleinere, „nicht laute“ Feiern zu nutzen.

Michael Meier vom Planungsbüro NWP schilderte die eingegangenen Stellungnahmen. Unter anderem hatten sich Nachbarn besorgt gezeigt, dass es zu lauten Feiern kommen werde. In der Vergangenheit sei es gar schon vorgekommen, dass Nachbarn von Feiernden beobachtet und beschimpft worden seien. Ein anderer Einwand: Wenn im Südwesten des Areals Bäume gefällt werden dürften, gehe Schall- und Sichtschutz verloren.

Meier entgegnete, dass ein unangemessenes Verhalten von Feiernden mit den Festsetzungen eines Bebauungsplanes nicht zu regeln sei. Und: Bäume könnten keinen Schallschutz bieten.

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Der Ausschuss akzeptierte letztlich den Planentwurf ohne wesentliche Änderungen.

Im Gespräch mit der NWZ sagte Heinrich Kattau, dass im Südwesten des Grundstücks ein Gebäude mit zwölf Zimmern (24 Betten) angedacht sei. Gegebenenfalls werde darin ein kleinerer Veranstaltungsraum für Seminare entstehen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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