Kirchhatten „Ideen für Raserstrecke gesucht“, hieß es am 12. August 2016 in der NWZ über die Probleme der Anlieger an der Rittrumer Straße in Kirchhatten. Einige Lösungsversuche sind in der Vergangenheit unternommen worden – von Tempomessungen der Polizei, das Aufstellen von Warnschildern durch die Gemeinde und das Aufmalen des Tempolimits auf die Straße. Mit mal mehr, mal weniger überzeugendem Erfolg.

Die laufende Dorferneuerung im Ort Kirchhatten bietet nun eine neue, viel bessere Chance, das Problem anzupacken. Die FDP-Fraktion, die bereits 2016 Ortstermine mit Bürgermeister Christian Pundt und Anliegern organisierte und beantragte, das Problem zu lösen, hat sich jetzt aus erfreulichem Anlass mit dem Verwaltungschef am Knackpunkt getroffen. Pundt hatte in der Tat eine gute Nachricht dabei. Im Zuge der laufenden Dorferneuerung in Kirchhatten werde nicht nur die Ortsdurchfahrt umgebaut, sondern auch dieser Seiten- und Eingangsbereich.

Marode Leitungen

Die Gemeinde kommt dabei das Interesse des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) sehr gelegen, der gerne die alten und teilweise maroden Leitungen unter der Straße austauschen möchte. Dafür sei der OOWV bereit, die Hälfte der Kosten für die Maßnahme zu übernehmen, so Hattens Bürgermeister. Die Gesamtsumme beziffert er auf 230 000 Euro, die Kommune trägt davon 118 000 Euro.

Im Frühjahr sollen die Arbeiten daran losgehen. Ausführende Firma wird wieder das Tiefbauunternehmen Würdemann aus Hude sein, das bereits beim Bau des Werkstattplatzes einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Die Rittrumer Straße erhält im Zuge der Arbeiten genau das gleiche Pflaster, das auch an anderen Stellen im Zuge der Dorferneuerung verlegt worden ist.

Geplant ist eine optische Verengung der Fahrbahn, außerdem der Einbau zweier „Buckel“, die das nach dem Ausbau geltende 20-km/h-Limit durchsetzen sollen – vom Ortseingangsschild an der Rittrumer Straße bis zur Einmündung auf den Werkstattplatz. Dort gelten dann 30 km/h für LKW und 50 km/h für PKW.

Die FDP-Fraktion zeigt sich angesichts dieser Aussichten sehr zufrieden. Es habe zwar eine ganze Weile gedauert, aber das in Aussicht stehende Ergebnis sei sehr begrüßenswert, sind sich Fraktionsvorsitzender Niels-Christian Heins und Ortsverbandsvorsitzender Stephan Möller mit dem Rest der Fraktion einig. Bereits jetzt soll sich die zuvor problematische Entwässerungssituation bei der Teestube an der Rittrumer Straße im Zusammenhang mit dem neuen Werkstattplatz deutlich entspannt haben.

Keine Fördermittel

Bürgermeister Christian Pundt ist vom Erfolg überzeugt. „Wir bekommen bis zum Ortsausgang Rittrumer Straße eine All-inclusive-Lösung.“

Bereits im Jahr 2015 befand sich Geld für das Gestalten der meistbefahrenen Kirchhatter Ortseingänge (Dingsteder Str., Hatter Landstr., Munderloher Str. und Sandhatter Str.) im Gemeindehaushalt. Realisiert wurde am Ende allerdings keine einzige Maßnahme, weil keine Fördermittel in Aussicht gestellt werden konnten.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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