Wildeshausen /Ahlhorn Nach langem Hickhack, nach Demonstrationen und Bürgerbefragung steht seit diesem Montag fest: Das Unternehmen Kreienkamp verzichtet auf eine Ansiedlung in Ahlhorn. Dies teilte Firmenchef Walter Kreienborg der NWZ mit. Zuvor hatte er die Metropolpark Hansalinie GmbH über seinen Schritt informiert.

Rückblick: Da am Stammsitz Wildeshausen (wo das Unternehmen seit mehr als 100 Jahren tätig ist) keine Erweiterung und Modernisierung möglich ist, wollte die Firma auf der grünen Wiese einen neuen Schlachthof bauen. Zunächst entschied man sich für eine Fläche in Ahlhorn direkt neben der Putenschlachterei Heidemark. Gemeinsam hätte man die Kläranlage nutzen und ein neues Kühllager bauen können, so der Plan. Die Gemeinde gab auch zunächst grünes Licht. Im Zuge des Bürgermeister-Wahlkampfs wurde die Hähnchenschlachterei jedoch wieder zum großen Thema. Mit Thorsten Schmidtke (SPD) gewann schließlich ein erklärter Schlachthof-Gegner.

Die CDU-FDP-Mehrheitsgruppe im Großenkneter Rat regte schließlich eine Bürgerbefragung an. Dabei entschieden sich 56,37 Prozent gegen einen neuen Schlachthof neben Heidemark.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Für Kreienkamp war damit zwar das favorisierte Grundstück nicht mehr möglich, Ahlhorn aber noch lange nicht vom Tisch. Nun verhandelte man mit der Metropolpark Hansalinie GmbH. Dort hatte der Rat erst 2012 die Bauleitplanung für ein Industrie- und Gewerbegebiet einstimmig beschlossen – und zwar ohne den Ausschluss von Schlachthöfen. Erneut gab es Proteste. Denn die Bürgerinitiative MUT sah das Bürgervotum nicht nur als Abstimmung gegen einen Standort, sondern als generelle Ablehnung einer Hähnchenschlachterei an.

Wie geht es nun weiter? Am bisherigen Standort in Wildeshausen kann Kreienborg seine Modernisierung und Erweiterungspläne nicht umsetzen. Wohin die Reise geht, da mag sich der Unternehmer derzeit aber auch nicht in die Karten blicken lassen.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.